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Milliarden-Vergleich: Bayer einigt sich mit Glyphosat-Klägern | BR24

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Der Bayerkonzern hat im Streit um den Wirkstoff Glyphosat in den USA einen rund elf Milliarden Dollar-Vergleich erzielt. Damit ist ein Großteil der aktuellen und eventuell noch kommenden Verfahren vom Tisch.

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Milliarden-Vergleich: Bayer einigt sich mit Glyphosat-Klägern

Befreiungsschlag für Bayer: Der Chemiekonzern hat sich in den USA mit Klägern auf einen Vergleich wegen des Unkrautvernichters Glyphosat geeinigt. Dafür muss das Leverkusener Unternehmen aber tief in die Tasche greifen.

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Von
  • BR24 Redaktion

Der Chemiekonzern Bayer hat einen milliardenschweren Vergleich mit den Glyphosat-Klägern in den USA erzielt. Der Leverkusener Konzern erklärte, zur Beilegung der laufenden Verfahren und für mögliche künftige Fälle bis zu 10,9 Milliarden US-Dollar (9,8 Milliarden Euro) zu zahlen. Damit seien etwa drei Viertel der 125.000 eingereichten und drohenden Klagen vom Tisch.

Hintergrund sind Klagen von Nutzern des umstrittenen Unkrautvernichters Roundup, die das glyphosathaltige Mittel für ihre Krebserkrankung verantwortlich machen. Darüber hinaus erzielte der Konzern auch Einigungen bei weiteren Klagen, die den umstrittenen Unkrautvernichter Dicamba betreffen.

Hohe Schadenersatz-Urteile in Glyphosat-Prozessen

Der Leverkusener Dax-Konzern hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto immense Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Glyphosat und anderen Agrarprodukten ins Haus geholt. Nachdem Bayer in den ersten drei Prozessen hohe Schadenersatz-Urteile kassiert hatte, warfen immer mehr Menschen dem Konzern vor, durch die Verwendung von Monsantos Unkrautvernichtern Krebs bekommen zu haben.

Glyphosat-Klagewelle brachte Bayer in Bedrängnis

Die Leverkusener wiesen die Vorwürfe stets zurück und bekamen dabei zuletzt nochmals Rückendeckung von der US-Umweltbehörde EPA, die Glyphosat bei vorschriftsmäßigem Gebrauch nicht als Gesundheitsrisiko einstuft. Die anstehenden Berufungsprozesse in den USA, in denen anders als bislang keine Geschworenen, sondern Berufsrichter geurteilt hätten, sollen trotz des Vergleichs weiterlaufen.

Die Glyphosat-Klagewelle hatte Bayer an der Börse massiv unter Druck und die Konzernführung um Vorstandschef Werner Baumann stark in die Kritik gebracht. Finanziell ist Bayer gerüstet für einen Vergleich. Allein der Verkauf der Tiermedizin-Sparte soll Bayer 7,6 Milliarden Dollar einbringen - den Großteil davon in bar, einen kleineren Teil in Aktien des Käufers Elanco.

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