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Wirtschaft

Mietpreisbremse greift nicht bei Wohnungskonzernen wie Vonovia | BR24

© pa/dpa/Wolfram Steinberg

Immobilienkonzern Vonovia steigert Ergebnis - Höhere Dividende

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    Mietpreisbremse greift nicht bei Wohnungskonzernen wie Vonovia

    Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia profitiert von steigenden Mieten, Zukäufen und gesunkenen Finanzierungskosten: 2019 stiegen die Mieteinnahmen in den fast 400.000 Wohnungen um rund acht Prozent auf mehr als zwei Milliarden Euro.

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    Die Mietpreisbremse des Bundes kann den großen Wohnungskonzernen wie Vonovia nicht viel anhaben. Die meisten ihrer Bestände sind frühere Werks- und Sozialwohnungen, die sie dem Staat abgekauft haben. Dort sind Erhöhungen trotz Mietpreisbremse oft möglich, weil diese Wohnungen häufig unterhalb des Mietspiegels liegen. Den höchsten Anstieg gibt es deshalb bei den niedrigen Mieten in Ballungsräumen, ausgerechnet dort, wo preiswerter Wohnraum am meisten fehlt.

    Proteste gegen teure Sanierungen

    Vor allem nach energetischen Sanierungen kann die Miete drastisch steigen. Der Berliner Mietendeckel versucht auch solche einfacheren Wohnungen zu schützen. Es gab bei Vonovia auch Proteste von Mietern gegen teure Sanierungen. Konzernchef Rolf Buch kündigte deshalb Ende 2018 bereits an, mehr Geld in den Bau neuer Wohnungen zu stecken. 2019 wurden dann 624 Millionen Euro in Neubauten investiert, doppelt so viel wie im Vorjahr.

    Ähnlich wie der Berliner Mietendeckel, der nun gerichtlich geprüft wird, will auch das Volksbegehren Mietenstopp in Bayern sämtliche Wohnungen erfassen.

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