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Mieterbund rechnet mit weiter steigenden Mieten | BR24

© BR/Felix Lincke

Die Mieten werden auch 2020 steigen

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Mieterbund rechnet mit weiter steigenden Mieten

Der Deutsche Mieterbund geht von einem weiteren Anstieg der Mieten in Deutschland aus. Im Schnitt könnten sie im kommenden Jahr um 3,5 Prozent zulegen heißt es. Die Mietervertreter fordern deshalb eine Begrenzung auf die Inflationsrate.

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Der Anstieg dürfte nicht mehr so stark sein wie in den vergangenen Jahren, aber dass die Mieten auch 2020 steigen werden - darüber sind sich fast alle Experten einig. Der Deutsche Mieterbund fordert deshalb Eingriffe von der Politik.

Für die steigenden Immobilienpreise wird zwar zum Teil die Niedrigzinspolitik der EZB verantwortlich gemacht. Bei den Mieten sehen Ökonomen indes keinen Zusammenhang mit den niedrigen Zinsen. Hier spielt die reale Nachfrage eine Rolle. So lange es Menschen gebe, die die steigenden Mieten bezahlten, gehe es weiter nach oben, sagt Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkötter.

Durchschnittlicher Anstieg der Mieten um 2,5 bis 3,5 Prozent

Die ortsüblichen Vergleichsmieten könnten 2020 bundesweit im Schnitt um weitere 2,5 bis 3,5 Prozent zulegen und weitere Erhöhungen auf breiter Front nach sich ziehen. Der Mieterbund begrüßt daher den Mietendeckel in Berlin, der den Anstieg für vorerst fünf Jahre weitgehend eindämmen soll. Die Bundesregierung könnte ähnliche Ziele verfolgen, indem sie den Anstieg über fünf Jahre gesetzlich auf die Inflationsrate begrenzen würde.

Immobilienwirtschaft gegen Markteingriffe

In der Immobilienwirtschaft lehnt man solche Eingriffe ab mit dem Argument, dass dann noch weniger neue Mietwohnungen gebaut würden. Vor allem der Rückgang der Sozialwohnungen ist dramatisch. Von ihnen werden nicht einmal halb so viele gebaut, wie aus der Sozialbindung herausfallen.