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Mieter dürfen wieder hoffen | BR24

© BR/Felix Lincke

Nach Jahren steigender Mieten gibt es wieder Hoffnung: Die Mieten bei Neuverträgen stagnieren, während die Löhne steigen. Wird Wohnen nun tatsächlich wieder erschwinglicher? Für manche ja, für andere nein - das kommt auf soziale Faktoren an.

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Mieter dürfen wieder hoffen

Nach Jahren steigender Mieten gibt es wieder Hoffnung: Die Mieten bei Neuverträgen stagnieren, während die Löhne steigen. Wird Wohnen nun tatsächlich wieder erschwinglicher? Für manche ja, für andere nein - das kommt auf soziale Faktoren an.

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Mietwucher und Wohnungsnot scheinen vor allem in den Ballungszentren kein Ende zu haben, doch die aktuellen Zahlen des Immobilienspezialisten F+B machen etwas Hoffnung: Die Mieten bei Neuverträgen sind zum Jahresende 2019 nicht weiter gestiegen.

Leichter Rückgang in Bayern und Baden-Württemberg

In einigen Städten Bayerns und Baden-Württembergs kam es laut F+B sogar zu einem leichten Rückgang der Mietpreise. Darunter auch München mit minus 0,6 Prozent, Ingolstadt mit minus 0,7 Prozent und Fellbach mit minus drei Prozent. Das betrifft allerdings nur die neu abgeschlossenen Verträge. Die Mieten bereits bestehender Mietverhältnisse steigen weiterhin.

Steigende Löhne sorgen für geringere Mietkosten

Für eine leichte Entspannung am Mietmarkt sorgen auch die steigenden Löhne, so das Institut der Deutschen Wirtschaft. Im Schnitt seien die Bruttolöhne von Vollzeitbeschäftigten stärker gestiegen als die Mieten. Das gilt vor allem für die neuen Bundesländer. Arbeitgeber müssen dadurch prozentual weniger von ihrem Lohn für die Miete ausgeben. Erwerbslose oder Rentner*innen profitieren von dieser Tendenz allerdings nicht.

Trotzdem keine Trendwende

Rainer Braun, Geschäftsführer des Immobilienspezialisten Empirica warnt allerdings vor zu viel Euphorie. Von einer Trendwende könne noch nicht gesprochen werden, allerdings beruhige sich die Lage. Braun sieht die Gründe für diese Tendenz in Entwicklungen im Zuzug sowie im Bau. Der Zuzug in die Schwarmstädte flache ab, teils habe der Neubau kräftig angezogen, sagte Braun.

Preise für Kaufobjekte gehen nach wie vor nach oben

Während sich der Mietmarkt vielerorts etwas entspannt, schießen die Preise beim Kauf von Immobilien weiter nach oben. Eigentumswohnungen verteuerten sich im vierten Quartal um 5,4 Prozent binnen Jahresfrist. Bei Einfamilienhäusern waren es 3,8 Prozent.