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Strompreise steigen zum Jahreswechsel | BR24

© BR / Dirk Vilsmeier

Strompreise steigen zum Jahreswechsel

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Strompreise steigen zum Jahreswechsel

Zahlreiche Energieversorger haben angekündigt, im kommenden Jahr mehr für ihren Strom zu verlangen. Im Schnitt soll er um fast sechs Prozent teurer werden. Heute wird auch Wirtschaftsminister Aiwanger ein Aktionsprogramm Energie vorstellen.

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Auch für bayerische Verbraucher wird es teurer: Betroffen sind vor allem die, die über einen Grundversorgungstarif Strom bezieht. Sie müssen damit rechnen, dass sie für den Strom ab dem Jahreswechsel um durchschnittlich 5,7 Prozent mehr bezahlen müssen. Für eine Familie kann das Mehrausgaben von 60 bis 80 Euro bedeuten.

Wie das Vergleichsportal Verivox ermittelt hat, erhöhen 119 von 236 Stromversorgern im Freistaat ihre Preise. Billiger wird es demnach nirgends.

Netzengelte und EEG-Umlage treiben Strompreise

Begründet wird der Schritt mit den steigenden Netzentgelten und der höheren EEG-Umlage, für die Förderung der Ökostromproduktion. Allerdings rechtfertigen diese beiden Posten nur einen Preisanstieg bei den Endkunden von etwa drei Prozent. Die Endkundenpreise setzen sich nämlich nur zur Hälfte aus Netzengelten und EEG-Umlage zusammen und diese steigen um rund sechs Prozent.

Auf Sonderverträge achten

Verbraucher sollten in der Regel auf Grundversorgungstarife verzichten und einen Sondervertrag abschließen. Diese sind meist wesentlich günstiger. Ähnliches gilt übrigens beim Erdgas. Der Bundesnetzagentur zufolge befindet sich derzeit immer noch über ein Viertel aller Haushalte in Deutschland in einem Grundversorgungstarif. Ein Wechsel in einen Sondervertrag kann hier beim Strom schnell 200 Euro im Jahr einsparen.

Mehr Ökostromproduktion in Bayern

Mit den Stromnetzen und den Erneuerbaren Energien beschäftigt sich heute auch Wirtschaftsminister Aiwanger im Rahmen einer Regierungserklärung. Er will das „Bayerische Aktionsprogramm Energie“ vorstellen, und damit in den kommenden drei Jahren erhebliche Veränderungen anstoßen.

Geplant ist demnach, dass pro Jahr beispielsweise so viele neue Photovoltaikanlagen ans Netz gehen, dass sie bei Sonnenschein ein halbes weiteres Atomkraftwerk ersetzen können. Auch 300 neue Windräder sollen gebaut werden – trotz 10H-Regel. Außerdem wünscht sich die Staatsregierung 3.000 zusätzliche Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Auch sie sollen von der Leistung ein halbes Atomkraftwerk ersetzen können.