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Luftfahrtbranche: Krisentreffen wegen Corona-Krise | BR24

© dpa-Bildfunk / Frank Rumpenhorst

Flugzeuge der Lufthansa parken am Flughafen Frankfurt: Luftfahrtbranche trifft sich zu Krisentreffen wegen Corona-Krise

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    Luftfahrtbranche: Krisentreffen wegen Corona-Krise

    Das Coronavirus trifft die Luftfahrtbranche besonders hart. Reisende bleiben zu Hause und Frachtflieger können bestimmte Ziele nicht mehr ansteuern. Heute treffen sich Vertreter der Branche in Berlin mit dem Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung.

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    Am Anfang war es nur das China-Geschäft, doch inzwischen wird es immer kritischer für die Lufthansa. Flüge in die USA sind eingestellt, weil die Grenzen dicht sind. Immer mehr Reisende stornieren ihre Buchungen. Je mehr sich das Coronavirus ausbreitet, desto gravierender die Folgen: Inzwischen stehen mehr als zwei Drittel der Lufthansa-Maschinen am Boden. Dass weitere Flüge gestrichen werden, ist nicht ausgeschlossen, bis hin zu einer weitgehenden Einstellung des Betriebs. Der Weltluftfahrtverband IATA rechnet damit, dass der Branche dieses Jahr insgesamt bis zu 100 Milliarden Euro Umsatz wegbrechen könnten.

    Finanzspritzen und weniger Ticketsteuer

    Das Problem besteht nun darin, dass die Erlöse schneller wegbrechen als die Airlines ihre Kosten senken können. Das bringt selbst gesunde Unternehmen unter Druck. Bei dem Krisentreffen heute geht es deshalb darum, die Folgen irgendwie zu bremsen. Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, deutete bereits an, wie das funktionieren soll. Mit Hilfe des Schutzschilds für Beschäftigte und Unternehmen: Zum Beispiel mit Kredithilfen der staatlichen Förderbank KfW, mit Bürgschaften und mit Kurzarbeit. Auch die EU-Kommission will helfen: Indem Fluglinien ihre wertvollen Start- und Landerechte selbst dann behalten, wenn viele Flugzeuge wegen der Krise nun nicht mehr abheben. Schließlich soll auch die geplante Erhöhung der Ticketsteuer ausgesetzt werden. Zudem könnten fällige Steuern gestundet werden, verspricht Jarzombek.

    Keine Staatsbeteiligung

    Die Lufthansa hat ihre Mitarbeiter intern schon auf mögliche Staatshilfen eingestimmt und Aktionären die Dividende gestrichen. Gerüchte über eine Staatsbeteiligung wies die Airline aber entschieden zurück. Der Konzern hat nach eigener Aussage nun erst einmal 600 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln aufgenommen. Für eine längere Corona-Krise dürfte aber auch das kaum ausreichen.