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Metallindustrie: Suche nach Tarifkompromiss vertagt | BR24

© BR / Birgit Harprath

Auch beim zweiten Treffen haben sich die Tarifparteien in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie nicht geeinigt.

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Metallindustrie: Suche nach Tarifkompromiss vertagt

Auch beim zweiten Treffen haben sich die Tarifparteien in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie nicht geeinigt. Betroffen sind rund 843.000 Beschäftigte der Branche in Bayern. Im Februar gehen die Gespräche weiter.

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Von
  • Birgit Harprath
  • Leonie Thim

Zum Auftakt der zweiten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie gab es ein Spritzbesteck für die Arbeitgeber, symbolisch mit einem Impfstoff gefüllt. Mit dieser Aktion wollte die bayerische IG Metall ihre Forderungen pushen: vier Prozent mehr Lohn, kürzere Arbeitszeiten mit Teillohnausgleich, um Beschäftigung in der Krise zu sichern, sowie ein Zukunftstarifvertrag im digitalen Umbruch der Branche.

Arbeitgeber wollen Flexibilisierung der Tarifverträge

Die Arbeitgeber wollen ein anderes Serum verschreiben: je nach Lage des Betriebes differenzierte Regelungen in der Krise. "Wo man dann ganz klar sagen kann, wenn diese Kriterien nachweisbar eintreten, dann kann das Unternehmen auch differenzieren und kann von der tariflichen Regelung abweichen", schlägt die Verhandlungsführerin des Arbeitgeberverbandes in Bayern, Angelique Renkhoff-Mücke, vor.  

Gewerkschaft fordern weiterhin stabile Mitbestimmung

Die IG Metall, so ihr Vorsitzender in Bayern Johann Horn, verschließe sich neuen Lösungen nicht. Aber "gerade in der Corona-Krise, in der schwierigen Situation, müssen wir schauen, dass die Tarifstandards erhalten bleiben, ausgebaut werden und dass die Mitbestimmung stabil bleibt und wir dort keine Eingriffe vornehmen".

Anfang Februar dritte Tarifrunde

Bis zum nächsten Treffen in größerer Runde am 8. Februar sollen sich jetzt Experten beider Seiten zusammensetzen und mögliche Lösungen erarbeiten. Beide Parteien gaben an, bis März einen Kompromiss finden zu wollen. Die ausgehandelte Friedenspflicht endet am 2. März. Danach sind Warnstreiks möglich.

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