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Metall- und Elektroindustrie erwartet weniger Wachstum | BR24

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Arbeiter beim Schweißen

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Metall- und Elektroindustrie erwartet weniger Wachstum

Die Oberfränkische- Metall- und Elektro-Industrie rechnet für das Jahr 2019 mit weniger Wachstum. Brexit, Handelsstreit und Diesel-Debatte drücken auf die Stimmung.

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Grund dafür sei die Unsicherheit vieler Unternehmen, ausgelöst durch den Brexit, den Handelskrieg zwischen Amerika und China und der Diesel-Debatte, sagte der Vorstandsvorsitzende des Bayerischen Unternehmerverbands Metall und Elektro e.V. Oberfranken-West (bayme) und des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V. Region Oberfranken-West, Thomas Kaeser.

Exportaussichten drücken auf die Stimmung

Dennoch werden die Geschäftserwartungen positiv bewertet. Knapp 37 Prozent der oberfränkischen Betriebe rechnen mit einer Verbesserung des Inlandsgeschäftes, nur vier Prozent befürchten eine Verschlechterung. Bei den Exporten ist die Stimmung der Unternehmen nicht ganz so positiv in Oberfranken. Nur rund 30 Prozent blicken zuversichtlich in die Zukunft und knapp fünf Prozent befürchten eine Eintrübung, berichtet Kaeser.

Zurückhaltung bei Investitionen

Trotzdem will rund ein Drittel der Metall- und Elektrobetriebe in Oberfranken den Output erhöhen. Bei neuen Investitionen sind die Oberfränkischen Unternehmen derzeit recht zurückhaltend. Rund 30 Prozent der Betriebe wollen ihre Investitionsausgaben erhöhen, fünf Prozent planen Kürzungen.

61.000 Beschäftigte in Oberfranken

Ein großes Problem bleibt für Kaeser, der Fachkräftemangel. Denn auch in diesem Jahr wollen viele Betriebe Arbeitsplätze schaffen. Rund 500 sollen es sein. Im vergangenen Jahr wurden in der Metall- und Elektro-Industrie nach Angaben des bayme/vbm rund 1.500 neue Arbeitsplätze geschaffen. In dieser Branche arbeiten in Oberfranken derzeit 61.000 Menschen. Von der Politik forderte Kaeser, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung zu schaffen. Dazu gehöre ein flächendeckender Breitbandausbau auch in den ländlichen Regionen und mehr Möglichkeiten für mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten und weniger Beschränkungen bei befristeten Arbeitsverhältnissen.

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Die oberfränkische- Metall- und Elektro-Industrie rechnet für das neue Jahr mit weniger Wachstum als 2018. Viele Unternehmen seien wegen Brexit, Handelskrieg und Diesel-Debatte verunsichert, heißt es vom Unternehmerverband Metall und Elektro.

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Regionalnachrichten Franken

Von
  • Markus Klingele
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