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Bildrechte: picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte

Kind mit Schoko-Eis im Gesicht

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    Mehr Schutz für Kinder vor Junkfood-Werbung

    Bunte Softdrinks oder lustige Figuren auf Süßigkeiten - aus Sicht von Verbraucherschützern sind Kinder nicht gut genug vor Werbung für ungesunde Lebensmittel geschützt. Die Werbewirtschaft reagiert mit neuen Verhaltensregeln.

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    Von
    • Fabio Taormina

    Eltern können ein Lied davon singen: Gerade in Corona-Zeiten ist man oft zu Hause, die Kinder kämpfen mit Langeweile und betteln die Eltern vielleicht öfter als sonst um einen Snack an. Es macht die Sache dabei nicht leichter, dass die Hersteller oft bunte, süße und nicht gerade vollwertige Leckereien gezielt an Kinder vermarkten.

    Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) plant dazu neue Verhaltensregeln, die am 1. Juni in Kraft treten sollen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in Zukunft besser vor Werbung für ungesunde Lebensmittel zu schützen. Zuletzt hatte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) immer wieder gefordert, die Verhaltensregeln zu verschärfen.

    Kinder bis 14 Jahren sollen nun geschützt werden

    Die Altersgrenze aller bereits bestehenden Regeln wird von 12 auf 14 angehoben. ZAW-Hauptgeschäftsführer Bernd Nauen betont, so dürfe Lebensmittelwerbung für Kinder und junge Jugendliche unter 14 Jahren etwa weder eine direkte Aufforderung zum Kauf noch zum Konsum enthalten.

    "Außerdem ist nun verboten, gegenüber dieser Altersgruppe positive Ernährungseigenschaften von Lebensmitteln in der Werbung hervorzuheben, deren übermäßiger Konsum nicht empfohlen wird - ein Snack bleibt ein Snack", so Nauen. Es gehe dabei um Formulierungen wie: "unter Zusatz wertvoller Vitamine und Mineralstoffe".

    Verhaltensregeln gelten auf allen Werbeplattformen

    Die Regeln beziehen sich nach Angaben des ZAW nach wie vor nicht nur auf klassische Werbung im TV oder Radio, sondern gelten auch in den sozialen Netzwerken. Gerade für Plattformen wie Youtube und Instagram forderten Verbraucherschützer zuletzt immer wieder strengere Regeln. "Wenn ein Influencer auf Instagram im Auftrag eines Unternehmens Lebensmittel an Unter-14-Jährige bewirbt, hat auch er diese Regeln voll und ganz zu beachten", sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Werberats, Katja Heintschel von Heinegg. Anhand von Indikatoren wie der Sprache oder des Einsatzes von Comicelementen lasse sich bestimmen, wann sich Werbung an diese Altersgruppe richte.

    Lebensmittelwerbung, die an Kinder gerichtet ist, ist in Deutschland durch den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zwischen den Bundesländern geregelt. Dieser wird wiederum von den Verhaltensregeln des Werberats ergänzt. Die Verhaltensregeln des Werberats werden von der umfänglich im ZAW vertretenen Werbewirtschaft beschlossen und verabschiedet.

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