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Mehr Beschwerden über die Deutsche Post | BR24

© BR / Felix Lincke

Mehr Beschwerden über die Deutsche Post

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Mehr Beschwerden über die Deutsche Post

Der Ärger über Probleme bei der Post-Zustellung ist 2019 erneut gewachsen. Bei der Bundesnetzagentur gingen über 18.000 schriftliche Beschwerden ein. Das sind rund ein Drittel mehr als 2018. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

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Für den meisten Ärger sorgten Briefe, die zu spät oder gar nicht bei ihren Empfängern ankamen. Die Pakete lagen, mit den gleichen Problemen, dicht dahinter. In den größten deutschen Städten, Berlin und Hamburg, war der Unmut - umgerechnet auf die Einwohnerzahl - am größten. In der Bundeshauptstadt meldeten sich über vier pro 10.000 Einwohner. Am häufigsten richteten sich die Beschwerden gegen die Deutsche Post, da sie mit weitem Vorsprung Marktführer ist.

Postdiensten drohen Bußgelder

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat für Anfang 2020 eine Reform des Postgesetzes angekündigt. Angesichts der Zunahme von Beschwerden vor allem im Bereich Paketzustellung wolle man die Verbraucherrechte stärken, hatte Altmaier Ende des vergangenen Jahres erklärt. Postdienstleister sollen künftig bei Streitigkeiten über mögliche Mängel gezwungen werden, an einem Schlichtungsverfahren der Bundesnetzagentur teilzunehmen. Notfalls drohen Bußgelder. Unklar ist noch, ob der Montag als Zustelltermin abgeschafft wird. Das hatte die Monopolkommission angeregt.

Gründe für die Zahl der Beschwerden unterschiedlich

Gähnende Leere beim Blick in den Briefkasten? Gründe dafür kann es viele geben. So steigt die Zahl der Beschwerden seit Jahren kontinuierlich. Während sich 2019 rund 18.000 Postkunden beschwerten, lag die Zahl 2017 noch bei 6.100. Allerdings können Beschwerden heute auch einfach im Internet eingereicht werden. So bleibt unklar, ob die Zustellung schlechter klappt oder sich heute einfach mehr Menschen beschweren. Laut Deutscher Post AG gingen die Beschwerden, die beim Marktführer selbst eingereicht wurden, in den vergangenen 12 Monaten zurück.

Relativ geringe tatsächliche Zahl

Gemessen an allen versendeten Briefen und Paketen sind die Beschwerden aber gering. Laut Post ist die Beschwerderate bezogen auf die 19 Milliarden versendeten Briefe und Pakete im Jahr 2019 im Promillebereich. Man werde aber weiter an der verbesserten Zustellung und Nachverfolgung von Sendungen arbeiten.

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