Lehrlinge arbeiten mit der Metallfeile an Schraubstöcken in einer Lehrwerkstatt.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Auszubildende in Metall- und Elektroberufen haben gute Perspektiven. Dennoch wird es immer schwieriger, die Ausbildungsplätze zu besetzen.

Per Mail sharen
Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

Mehr Ausbildung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie

Gut fünf Prozent mehr Ausbildungsverträge konnte die bayerische Metall- und Elektroindustrie im vergangenen Jahr abschließen. Auch in diesem Jahr rechnet die Branche mit weiterem Wachstum. Dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Jugendliche, die heute einen Ausbildungsplatz suchen, haben oft eine große Auswahl. Denn der Fachkräftemangel ist in vielen Berufen groß, so dass Unternehmen häufig gerne mehr ausbilden würden.

So ist es auch in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Hier konnten im vergangenen Jahr zwar gut fünf Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Statistisch gesehen stehen jeder Bewerberin und jedem Bewerber aber immer noch fast zwei Ausbildungsplätze offen. Es fehlen nach wie vor passende Bewerberinnen und Bewerber. Ein Viertel der Unternehmen hat sogar rückläufige Ausbildungszahlen.

Branche wirbt auch an Schulen

Dabei bemüht sich die Branche sehr und wirbt bereits an Schulen für Berufe wie Elektroniker oder Verfahrensmechaniker. Auch das Online-Angebot an Praktikumsplätzen ist groß. Und die Jobperspektiven seien sehr gut, so der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände, Bertram Brossardt. 2023 habe sich das Übernahmeverhalten der Unternehmen noch einmal verbessert. Über 94 Prozent planten, ihre Azubis befristet oder unbefristet zu übernehmen.

An der aktuellen Frühjahrsumfrage beteiligten sich 293 Betriebe in Bayern. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge könnte nach Einschätzung der Arbeitgeber deutlich höher sein, wenn die Bewerberlage besser wäre.

Frauenanteil bei 25 Prozent

In den kommenden Jahren rechnen die Unternehmen damit, dass es noch schwieriger wird, ausreichend Nachwuchs zu finden. Der Bedarf an Personal wachse aufgrund des Fach- und Arbeitskräftemangels. Einige Übernahmen nach einer Lehre scheiterten auch daran, dass die Ausgelernten ein Studium aufnehmen wollen. Dass es nicht genügend geeignete Bewerberinnen und Bewerber gibt, habe unterschiedliche Gründe. So könnten etwa auch noch viel mehr junge Frauen traditionelle Männerberufe ergreifen. Ihr Anteil an den Auszubildenden in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie liegt erst bei rund 25 Prozent.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!