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Megakonzern: Fiat Chrysler schlägt Fusion mit Renault vor | BR24

© Jörg Seisselberg, ARD

Wenn sich Fiat Chrysler und Renault zusammentun, könnte einer der größten Autokonzerne der Welt entstehen, der VW und Toyota herausfordern könnte.

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Megakonzern: Fiat Chrysler schlägt Fusion mit Renault vor

Der Autobauer Fiat Chrysler schlägt einen Zusammenschluss mit dem Rivalen Renault vor. Bei einer Fusion würde ein neuer Megakonzern entstehen. Für die Marktführer Toyota und Volkswagen könnte es ungemütlich werden.

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Durch die vorgeschlagene Fusion des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler und dessen französischen Rivalen Renault könnte nach Toyota und Volkswagen der drittgrößte Autokonzern der Welt entstehen – mit knapp neun Millionen Fahrzeugen im Jahr, die vom Band laufen.

Fiat Chrysler und Renault wollen Schwachstellen ausgleichen

Mit einem Zusammenschluss könnten beide Autohersteller ihre jeweiligen Schwachstellen besser ausgleichen: Während Fiat Chrysler in Nordamerika mit Kleintransportern erfolgreich ist, steht das Geschäft in Europa unter Druck. Renault wiederum ist ein Pionier auf dem Gebiet der Elektroautos mit einer starken Präsenz in Schwellenmärkten, dafür aber ohne US-Geschäft.

Einsparungen in Milliardenhöhe

An den Börsen in Mailand, Paris und New York soll die neue Holding gelistet sein. Doch ihren Sitz soll sie in den Niederlanden haben. Fiat Chrysler und Renault sollen jeweils die Hälfte an der Holding halten. Durch die Fusion erhoffen sich die Autobauer jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Euro. Fiat-Aktionäre sollen außerdem eine Sonderdividende von 2,5 Milliarden Euro bekommen.

Arbeitsplätze in Gefahr? Gewerkschaften und Politik kritisch

Ein Versprechen der Autoriesen: Durch den Zusammenschluss würden keine Werke geschlossen. Doch in der Politik und vonseiten der Gewerkschaften ist mit großem Widerstand zu rechnen - vor allem in Italien. Grund: Am Autobauer Renault ist der französische Staat beteiligt. Davon dürfte die italienische Regierung nicht begeistert sein.

In der Branche wächst schon seit längerer Zeit der Druck zu Kooperationen und Fusionen, um beim Trend zu umweltfreundlicheren Motoren und dem autonomen Fahren besser aufgestellt zu sein.