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Mehr Bereitschafts-Praxen auf dem Land | BR24

© pa / dpa / Foto: Michael Reichel

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

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    Mehr Bereitschafts-Praxen auf dem Land

    Mehr Bereitschaftspraxen und eine Entlastung der medizinischen Notfallversorgung. Das will die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns erreichen. Seit Oktober wird die „Reform des Bereitschaftsdienstes“ umgesetzt. Von Walter Kittel

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    Besonders ländliche Regionen sind betroffen: Wer hier abends, nachts oder an Wochenenden kurzfristig noch einen Arzt sucht, dem bleibt oft nichts anderes übrig, als zum Notarzt zu gehen. Die Folge: Notärzte sind überlastet, weil ärztliche Bereitschaftsdienste fehlen. Das soll sich ändern, so Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern. Mit zusätzlichen und besser organisierten Bereitschaftspraxen, die möglichst direkt in Krankenhäusern oder in deren Nähe angesiedelt sein sollen. Und das bayernweit, so Krombholz.

    „Insgesamt sind es 42 solche Regionen in Bayern, die das Ziel sind. Wir gehen davon aus, dass wir jedes Vierteljahr in einer Vertreterversammlung diesen Fortschritt und die Weiterentwicklung betrachten müssen, wie wir darauf reagieren.“ (Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern)

    Missbrauch verhindern

    Kostenfragen sind zu klären, aber auch, ob die neuen Bereitschaftsdienste Patienten dazu verführen könnten, nicht mehr in die regulären Sprechstunden ihrer Hausärzte zu gehen. Nach dem Motto: nach der Arbeit ist ja immer noch Zeit, zum Arzt zu gehen. Das gelte es zu verhindern, so die Kassenärzte. Bis Mitte 2017 könnten die neuen Bereitschaftsdienste aber bayernweit verfügbar sein.