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Tausende Stellen bei Media Markt und Saturn in Gefahr | BR24

© pa/dpa/Sven Simon

MediaMarktSaturn plant tausende Stellen zu streichen

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    Tausende Stellen bei Media Markt und Saturn in Gefahr

    Die Muttergesellschaft der beiden Elektronikketten Media Markt und Saturn will die Organisationsstruktur deutlich straffen. Das soll vor allem im Ausland zum Abbau von tausenden Stellen führen. Das könnte auch das Aus für einzelne Filialen bedeuten.

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    Bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn droht ein massiver Stellenabbau. Der Mutterkonzern Ceconomy prüft das Streichen von bis zu 3.500 Vollzeitstellen bei den beiden Handelsketten, wie er in Düsseldorf mitteilte. Betroffen von dem Abbau wären Ceconomy zufolge vorwiegend Arbeitsplätze im europäischen Ausland. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 55.000 Mitarbeiter.

    Organisation von Media Markt und Saturn soll gestrafft werden

    Hintergrund sind Pläne der Konzernführung, in dem lange Zeit sehr dezentral geführten Unternehmen eine konzernweit einheitliche Organisationsstruktur einzuführen. Durch die damit verbundene stärkere Zentralisierung könnten zahlreiche Stellen wegfallen.

    Doch ist das nicht alles. "Angesichts rückläufiger Kundenfrequenzen infolge der Covid19-Pandemie prüft der Konzern ferner, europaweit in begrenztem Umfang defizitäre Stores zu schließen", wie Ceconomy ankündigte. Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge geht es dabei um rund 20 Läden.

    Insgesamt erhofft sich die Konzernführung von den Maßnahmen Einsparungen von knapp über 100 Millionen Euro pro Jahr. Eine Entscheidung über Durchführung und Umfang der Maßnahmen soll am 12. August fallen.

    Ankündigung von Filialschließungen nicht überraschend

    Die Ankündigung, dass Filialen geschlossen werden könnten, kommt nicht ganz überraschend. Der Elektronikhändler sieht sich durch die Corona-Krise mit großen Problemen konfrontiert.

    Media Markt und Saturn konnten nach dem Ende der coronabedingten Ladenschließungen zwar schnell wieder Tritt fassen. Im Mai lagen die Umsätze des Handelsriesen mit 1,55 Milliarden Euro schon wieder um drei Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Juni übertrafen die Verkaufszahlen mit 1,75 Milliarden Euro den Vorjahreswert sogar um 12 Prozent. Doch haben sich die Gewichte zwischen den Verkaufskanälen im Konzern unter dem Einfluss der Pandemie massiv verschoben.

    Denn entscheidenden Anteil am schnellen Comeback der Elektronikketten hatte der Erfolg des Online-Geschäfts, das zwischen April und Juni um rund 145 Prozent wuchs und mittlerweile mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes liefert. In den Filialen hingegen blieben viele Kunden fern.

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