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Maschinenbauer Voith verteidigt Werkschließung in Sonthofen | BR24

© dpa-Bildfunk/Benjamin Liss

Voith in Sonthofen soll bis Ende 2020 schließen

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    Maschinenbauer Voith verteidigt Werkschließung in Sonthofen

    Der Getriebebauer Voith will bis Ende 2020 sein Werk in Sonthofen schließen, über 500 Menschen arbeiten dort. Die Gewerkschaft hat angekündigt, Widerstand zu leisten. Doch die Konzernspitze von Voith hält an ihren Plänen fest.

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    Das Voith-Werk im Allgäu wird dichtgemacht. Den betroffenen Mitarbeitern wolle man Stellen an anderen Standorten anbieten, sagt der Chef des Technologiekonzerns Voith, Toralf Haag, im Interview mit dem BR. Er bedauere die Auswirkungen auf die Beschäftigten. Aber die Auftragslage mache den Schritt unumgänglich.

    "Das liegt auch an den Produktbereichen, die wir in Sonthofen produzieren. Dort haben wir Produktbereiche für die beiden Kernmärkte, für die Öl- und Gasindustrie und die Kraftwerksindustrie, wo der Auftragseingang sehr schwach ist." Thoralf Haag, CEO Voith

    Das ist ein Argument, das die Gewerkschaft nicht gelten lässt. Laut Carlos Gil von der IG Metall Allgäu habe das Werk seinen Umsatz gesteigert und sei profitabel. Er sieht aus wirtschaftlicher Sicht keinen Grund für eine Schließung. Man sei bereit, über Alternativen zu diskutieren. Das Angebot von Voith, den betroffenen Mitarbeitern Stellen an anderen Standorten anzubieten, sieht er als Feigenblatt. Stattdessen benötige man eine Lösung für den Standort Sonthofen.

    Um die Lage der Industrie in Bayern geht es heute Abend auch bei einer einstündigen Podiumsdiskussion unter dem Titel „Industrie in Gefahr – Herausforderungen für die Politik". Diese wird um 18.30 Uhr live auf BR24 übertragen.