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Maschinenbau 2020 deutlich im Minus | BR24

© BR / dpa-Bildfunk/Waltraud Grubitzsch

Nach einem kräftigen Einbruch in diesem Jahr erwartet der Anlagen- und Maschinenbau in den kommenden Jahren deutliche Produktionszuwächsen.

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    Maschinenbau 2020 deutlich im Minus

    Aktuell rechnet der Branchenverband VDMA mit einem Produktionsrückgang von rund 14 Prozent. Im Maschinen- und Anlagenbau sind deutschlandweit etwas über eine Million Mitarbeiter beschäftigt. Rund 34.000 verloren seit Dezember 2019 ihre Jobs.

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    Von
    • Walter Kittel

    Verband rechnet mit schneller Erholung

    Vor allem der Lockdown der Industrie in Italien oder Frankreich führte im Frühjahr zu einem starken Nachfrageeinbruch bei den deutschen Maschinenbauern. Auch Fabrikschließungen in der Autoindustrie wirkten sich sehr negativ aus. Doch die Erholung könnte schnell und steil sein. Bereits im kommenden Jahr rechnet der VDMA mit einem Produktionszuwachs von 4%. Und im übernächsten Jahr geht eine große Mehrheit der Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sogar davon aus, bereits das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen. Besonders die hohe Nachfrage aus Asien stimmt die Branche zuversichtlich.

    "Tatsache ist, dass die industrielle Produktion in China gut läuft. Und wir sehen dort erhebliche Zuwächse. Übrigens ganz, ganz stark aus den erneuerbaren Energien. Es wird sehr viel in Windkraft investiert in China. Und natürlich viel aus dem ganzen Bereich Baumaschinen. Durch massive Infrastrukturprogramme, die China auf den Weg gebracht hat." Karl Haeusgen, VDMA-Präsident

    Prognosen für die Konjunktur im deutschen Maschinenbau sind jedoch nach wie vor sehr unsicher. Weltweit zögern viele Firmen aufgrund der Corona Pandemie mit Investitionen in neue Anlagen. Auch der anhaltende Protektionismus belastet die Branche, die zu 80 Prozent vom Export abhängig ist.