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Markus Duesmann wird neuer Audi-Chef | BR24

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Ex-BMW-Vorstand Markus Duesmann wird neuer Audi-Chef. Der 50-Jährige wird den Posten zum 1. April übernehmen. Das teilten Volkswagen und Audi nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

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Markus Duesmann wird neuer Audi-Chef

Audi bekommt einen neuen Chef. An die Spitze des Autoherstellers rückt Markus Duesmann. Er folgt auf Bram Schot. Über dessen Ablösung war schon länger diskutiert worden.

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Wie erwartet, wird der frühere BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann neuer Audichef. Er übernimmt im April 2020 den Chefsessel von Bram Schot. Der Niederländer verlässt das Unternehmen.

"Markus Duesmann wird als exzellenter Ingenieur alles daransetzen, die großen Potenziale der Marke Audi zu heben und damit das Versprechen ‚Vorsprung durch Technik‘ erneut verstärkt unter Beweis zu stellen." VW-Chef Herbert Diess

Bram Schot - von Anfang an ein Übergangskandidat

Der Vertriebsprofi Schot rückte im vergangenen Jahr unerwartet an die Spitze von Audi. Der damalige Vorstandschef Rupert Stadler wurde überraschend festgenommen und kam in Untersuchungshaft, wegen des Betrugsverdachts im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Von Anfang an galt Schot als Übergangskandidat. Seit Wochen wurde über seine Ablösung diskutiert.

Sowohl Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch als auch Konzernchef Herbert Diess dankten Schot für seinen Einsatz. Er verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch, das entspreche seinen langfristigen Planungen, meinte Pötsch.

Kein einfacher Job für Duesmann

Audi steckt in der Krise, Verkäufe und Gewinn sinken und der Abstand zu den beiden schärfsten Konkurrenten Daimler und BMW ist in der letzten Zeit noch gewachsen. Der Vorstand hat bereits ein Milliarden-Sparprogramm angekündigt.

Die Mitarbeiter müssen sich auf harte Einschnitte einstellen. Dem gelernten Maschinenbauingenieur wird eher zugetraut als dem Vertriebsprofi Schot, die VW-Tochter wieder auf die Spur zu bringen. Deshalb ist der 50-jährige Topmanager schon lange der Wunschkandidat des VW-Chefs Herbert Diess, der auch von BMW kam.

Zwar ist Duesmann schon seit über einem Jahr nicht mehr bei den Münchnern beschäftigt, allerdings ist er aufgrund seines Vertrages noch rund ein Jahr an seinen früheren Arbeitgeber gebunden. Doch offensichtlich gab es nun zwischen BMW und VW eine Einigung, sodass Duesmann bereits ab April 2020 zur Konkurrenz darf.