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MAN-Stellenabbau: Auswirkungen auf Bayern noch unklar | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Sven Hoppe

Bis zu 9.500 Stellen will die VW-Tochter MAN Truck & Bus abbauen. Der Betriebsrat kündigte Widerstand an.

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    MAN-Stellenabbau: Auswirkungen auf Bayern noch unklar

    Nach dem angekündigten Stellenabbau bei MAN sind die Folgen für die bayerischen Standorte noch unklar. Das Unternehmen wollte sich auf BR-Anfrage nicht näher zu den Details äußern.

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    Zunächst Gespräche mit Arbeitnehmern

    Die Konzernführung möchte zunächst die Einzelheiten im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern klären. Auch ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird, ist offen.

    Ganze Werke stehen auf der Kippe

    MAN plant weltweit bis zu 9.500 von insgesamt 36.000 Arbeitsplätzen abzubauen. Auf der Kippe stehen nach Unternehmensangaben die Betriebe in Plauen und Wittlich sowie das Werk im österreichischen Steyr. So will der Lkw- und Bus-Hersteller, der aktuell rote Zahlen schreibt, seine Kosten um 1,8 Milliarden Euro senken. Der Stellenabbau ist allerdings keine direkte Folge von Corona. Schon vor der Pandemie hatte die damalige Geschäftsführung beschlossen, dass MAN rentabler werden soll, um Mittel für Zukunftsinvestitionen zu haben. Die Rede war damals von einem Radikalumbau.

    Mehr als 13.000 Beschäftigte in Bayern

    Die geplanten Stellenstreichungen bei der VW-Tochter fallen nun deutlich stärker aus als erwartet. Beobachter waren bislang von bis zu 6.000 Jobs ausgegangen, die wegfallen könnten. Die meisten Beschäftigten hat das Unternehmen in Bayern, in Nürnberg arbeiten mehr als 4.100 Menschen für MAN, im Hauptwerk in Allach bei München sind es mehr 9.000.

    Konzernbetriebsrat kündigt Widerstand an

    Heftigen Widerstand kündigte inzwischen der MAN-Betriebsrat an. Das Abbauprogramm würde fast jeden zweiten Arbeitsplatz vernichten.

    "Es kann nicht sein, dass Stellenabbau und Standortschließungen die einzigen Lösungsansätze sind, die dem Vorstand einfallen. Das sind Management-Konzepte von tief unten aus der Mottenkiste. Auch die Corona-Krise ändert nichts daran, dass Sparprogramme nach der Rasenmähermethode mit uns nicht zu machen sind. Wir werden dem Vorstand jetzt unsere Vorstellungen vorlegen und erwarten, dass hier die Bereitschaft besteht, bessere Lösungen für die Menschen und unsere MAN zu finden." Saki Stimoniaris, Konzernbetriebsratsvorsitzender bei der MAN Truck & Bus SE und der TRATON SE

    Der Konzernbetriebsratsvorsitzende, der auch im Aufsichtsrat der Volkswagen AG sitzt, machte klar, dass die Transformation nur mit der Belegschaft und nicht gegen sie gelingen kann. Es müsse darum gehen, Jobs zu sichern und gleichzeitig das Unternehmen nach vorne zu bringen.