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Lufthansa und Verdi verhandeln über Catering-Tochter LSG | BR24

© BR/Birgit Harprath

Die Lufthansa verhandelt derzeit gleich in mehreren Tarifkonflikten - auch mit der Caterer-Tochter LSG. Diese wird an den Schweizer Konkurrenten Gate Gourmet verkauft. Heute spricht die Airline deshalb mit der Gewerkschaft Verdi.

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Lufthansa und Verdi verhandeln über Catering-Tochter LSG

Die Lufthansa verhandelt derzeit gleich in mehreren Tarifkonflikten - auch mit der Caterer-Tochter LSG. Diese wird an den Schweizer Konkurrenten Gate Gourmet verkauft. Heute spricht die Airline deshalb mit der Gewerkschaft Verdi.

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Die rund 7.000 Beschäftigten der LSG in Deutschland kochen vor Wut. Das haben sie ihrem Noch-Arbeitgeber Lufthansa auf früheren Kundgebungen sehr deutlich gemacht. Vergangene Woche drohten die Mitarbeiter mit Streik, damit die Lufthansa ihre Arbeitsplätze und Einkommen beim Verkauf des Caterers absichert. Daraufhin verbesserte die Airline ihr Angebot an die Gewerkschaft. Der Streik wurde abgesagt - vorerst.

Am Verhandlungstisch heute werde sich zeigen, ob auch auf Dauer, erklärte Verdi. Dass die Lufthansa künftig ihre Passagiere nicht mehr vom eigenen Caterer mit Müslisnacks in der Economy- und Lachschnitten in der Business-Class versorgen lassen will, verstehen viele Beschäftigte nicht. Für sie gehört das zum Kerngeschäft beim Fliegen dazu. Für die Fluggesellschaft jedoch nicht - deshalb der Verkauf an Gate-Gourmet.

LSG-Mitarbeiter fürchten weniger Gehalt

Die Schweizer sorgen in Deutschland schon bei anderen Fluggesellschaften für das leibliche Wohl der Passagiere, künftig auch für die der Lufthansa. Das Personal soll übernommen werden, aber um die Konditionen wird jetzt gestritten.

Gate Gourmet hat für seine Mitarbeiter auch einen Tarifvertrag mit Verdi abgeschlossen, allerdings mit schlechteren Konditionen. Wer schon länger bei der LSG das Essen zubereitet, dem drohen Gehaltseinbußen.

LSG ist zweitgrößter Caterer der Welt

Im Kaufvertrag soll die Lufthansa nun zum Beispiel absichern, dass das Entgelt der LSG Mitarbeiter gesichert bleibt. Und für diejenigen, die nicht zum neuen Chefkoch wechseln wollen, soll es eine Frührente geben. Was den Erhalt der Arbeitsplätze anbelangt, muss die Gewerkschaft dann allerdings mit dem neuen Eigentümer reden.

Die LSG ist mit rund 35.000 Beschäftigten weltweit der zweitgrößte Caterer. Sie beliefert aber nicht nur rund 300 Fluggesellschaften, sondern auch Bahnlinien oder Betriebe der Systemgastronomie.