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Wirtschaft

Lufthansa und Ufo nehmen Gespräche wieder auf | BR24

© dpa-Bildfunk/Boris Roessler

Symbolbild: Zwei Männer blicken auf dem Flughafen durch ein Fenster auf eine abgestellte Lufthansa-Maschine.

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    Lufthansa und Ufo nehmen Gespräche wieder auf

    Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo wollen beide Seiten wieder miteinander sprechen. Am 16. Januar ist laut Ufo ein Treffen geplant. Sollte es erneut keine Lösung geben, drohten unbefristete Streiks.

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    Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben beide Seiten mit den designierten Schlichtern ein Treffen für den 16. Januar vereinbart. Das teilte die Gewerkschaft mit. Es ist allerdings offen, ob dann der Beginn einer Schlichtung im Konzern vereinbart wird. Im Gespräch ist laut Ufo auch, vorab mit einer Mediation den grundsätzlichen Konflikt von Unternehmen und Gewerkschaft anzugehen. Währenddessen sei Ufo bereit, auf Streiks zu verzichten. Die Lufthansa erklärte, sie strebe nach wie vor mit Ufo eine Schlichtung über die tariflichen Fragen für die rund 22.000 Kabinenmitarbeiter an. Andere grundsätzliche Themen sollten in getrennten Verfahren behandelt werden.

    Gefahr von unbefristeten Streiks

    Ufo erklärte, das Gespräch in der kommenden Woche sei der vorerst letzte Versuch einer Verhandlungslösung. Sollte er scheitern, seien unbefristete Streiks möglich.

    Schlichter: Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise

    Sowohl bei der Lufthansa als auch den Töchtern in Deutschland sind etliche Tarifverträge zu verhandeln. Dem stand entgegen, dass Lufthansa nach Konflikten in der Gewerkschaft deren Tariffähigkeit bestritten hatte. Ende letzten Jahres erklärten sich Ufo und Lufthansa dann zu einer Schlichtung bereit. Ufo benannte den früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg Matthias Platzeck als Vermittler, die Lufthansa den Ex-Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise.

    Über den Jahreswechsel waren wegen eines dreitägigen Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings etwa 200 Flüge ausgefallen. Zuvor hatte es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben.