Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Gewinneinbruch: Turbulente Lufthansa-Hauptversammlung erwartet | BR24

© pa/dpa

Lufthansa-Maschinen am Frankfurter Flughafen

Per Mail sharen
Teilen

    Gewinneinbruch: Turbulente Lufthansa-Hauptversammlung erwartet

    Lufthansa-Chef Carsten Spohr muss sich bei der Hauptversammlung in Bonn zahlreichen kritischen Fragen stellen. So muss er den unter anderem Aktionären erklären, warum 2018 bei leicht gestiegenem Umsatz der Gewinn um acht Prozent gesunken ist.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Die jährlichen Hauptversammlungen der großen DAX-Unternehmen mit ihren Aktionären sind für Vorstände und Aufsichtsräte kein Selbstläufer mehr. Bei Bayer haben kritische Aktionäre zum ersten Mal einem amtierenden Vorstand mehrheitlich die Entlastung verweigert. Und auch bei der Deutschen Bank wird es nach der gescheiterten Fusion mit der Commerzbank wohl Ärger geben.

    Bei der Lufthansa wir wohl vor allem der Dachverband der "kritischen Aktionärinnen und Aktionäre" Stimmung gegen den Vorstand machen. Der Dachverband nämlich hat beantragt, den Lufthansa-Vorstand nicht zu entlasten, weil er zu wenig gegen die zuletzt stark gestiegenen CO2-Emissionen getan habe. Vorstandschef Spohr muss auch erklären, warum 2018 bei leicht gestiegenem Umsatz von 35,84 Milliarden Euro der Gewinn auf 2,16 Milliarden Euro gesunken ist.

    Probleme seit Air-Berlin-Übernahme

    Die Aktionäre von Lufthansa, die sich heute in Bonn treffen, sind nicht verwöhnt von den stark schwankenden Kursen des europäischen Branchenführers. Seit Übernahme von großen Teilen der pleitegegangenen Air Berlin hat die Lufthansa-Tochter Eurowings Ertragsprobleme. Die Aktie fiel deshalb hinter die vieler europäischer Wettbewerber zurück.

    Schwaches erstes Quartal

    Der Börsenwert der Lufthansa ist 14 Prozent niedriger als vor einem Jahr und die Dividende wird auch nicht erhöht. Außerdem ist die Verschuldung gestiegen und es fehlen noch viele Pensionsrückstellungen. Vielleicht ist die Kranichlinie doch nicht so krisenfest wie Vorstandschef Carsten Spohr behauptet.

    Im ersten Quartal litt der Konzern an steigenden Kerosinpreisen. Hinzu kommt der Wettbewerb mit den Billig-Anbietern von Ryanair und Easyjet. Trotz der Dominanz der Lufthansa auf vielen Strecken kann sie sich nicht von den Billig-Airlines absetzen.