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Lufthansa-Rettung: CSU fürchtet Folgen für Flughafen München | BR24

© pa/dpa

Lufthansa-Maschinen am Boden

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    Lufthansa-Rettung: CSU fürchtet Folgen für Flughafen München

    Bund und Lufthansa sind sich einig: Der Staat soll bei der Fluggesellschaft einsteigen. Jetzt muss die EU-Kommission zustimmen – aber nach BR-Informationen wird es knifflig.

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    Die EU-Kommission will das Rettungspaket nicht so einfach durchwinken. Nach Informationen von BR24 erhebt Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager "Forderungen, die den Betrieb der Flugverbindungen beeinträchtigen" würden, heißt es in Koalitionskreisen.

    Probleme für Airport München?

    Konkret geht es um die Verteilung von Slots, also Start- und Landerechten. Angeblich will Brüssel der größten deutschen Fluggesellschaft solche Slots entziehen und neu vergeben, womöglich an Billigfluggesellschaften, so die Befürchtung. Dagegen kündigt die CSU Widerstand an: Sie fürchtet "Schwierigkeiten für das Drehkreuz München", heißt es in der Partei.

    Neun Milliarden Euro

    Das Rettungspaket des Bundes sieht vor, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau Kredite bereitstellt und der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) einen Aktienanteil erwirbt. Dieser Anteil soll zunächst bei 20 Prozent liegen. Das wäre unterhalb der Sperrminorität, die dem jeweiligen Anteilseigner großen unternehmerischen Einfluss einräumt. Die SPD hatte das verlangt, vor allem die CSU war dagegen. Kompromiss ist nun eine Wandelanleihe: Der WSF soll die Möglichkeit bekommen, später weitere fünf Prozent plus eine Aktie zu kaufen – und damit die Sperrminorität zu überspringen. Genutzt werden soll diese Möglichkeit nur "in Ausnahmefällen", etwa zum Schutz vor einer Übernahme.

    Maschinen am Boden

    Insgesamt umfasst das Rettungspaket rund neun Milliarden Euro. Die meisten Maschinen der Lufthansa stehen wegen der Corona-Pandemie seit Wochen am Boden, der Umsatz ist eingebrochen. Pro Stunde verliert die Fluggesellschaft rund eine Million Euro.

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