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Lufthansa denkt über betriebsbedingte Kündigungen nach | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Soeren Stache

Lufthansa: Zurzeit noch Kurzarbeit und neun Milliarden Staatshilfe - aber an einem verschärften Sparkurs führt dennoch kein Weg vorbei.

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    Lufthansa denkt über betriebsbedingte Kündigungen nach

    Bei Lufthansa ist der Plan gescheitert, den Flugverkehr nach dem Lockdown in der Corona-Krise wieder weitgehend aufzunehmen. Lufthansa braucht deshalb eine neue Strategie mit noch weniger Flugzeugen – und denkt auch an betriebsbedingte Kündigungen:

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    Noch Geld für ein Jahr

    Wenn Lufthansa so weitermacht, geht in einem Jahr das Geld aus. Die Staatshilfen von neun Milliarden Euro wären dann aufgebraucht. Weitere Staatshilfe will Lufthansa-Chef Carsten Spohr vermeiden und die weitere Sanierung aus eigener Kraft schaffen.

    Sparkurs wird weiter verschärft

    An einem verschärften Sparkurs führt deshalb kein Weg vorbei. Das heißt, es müssten noch mehr Flugzeuge stillgelegt und Personal abgebaut werden. Ein Konzernsprecher sagte, noch gebe es gebe keine neuen Pläne: es bleibe vorerst dabei, dass 22.000 Vollzeitstellen wegfallen, verteilt auf 26.000 Mitarbeiter. Lufthansa hat die Flugzeugflotte nur um einhundert auf 660 Maschinen reduziert, obwohl erst für 2024 das alte Niveau im Luftverkehr erwartet wird. Zurzeit werden die Löhne und Gehälter mit Kurzarbeitergeld finanziert.

    Kündigungsschutz gilt nur für Flugbegleiter

    Mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo wurde ein Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen vereinbart. Das gilt aber nicht für die Pilotenvereinigung Cockpit und die Gewerkschaft Verdi, die vor allem das Bodenpersonal vertritt. Inzwischen hält Vorstandschef Spohr es für nicht mehr realistisch, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.