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Luftfahrtgipfel: Corona-Hilfen für Airports und Flugsicherung? | BR24

© MEV/Karl Holzhauser

Luftfahrtgipfel: Geld für Airports und Flugsicherung?

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Luftfahrtgipfel: Corona-Hilfen für Airports und Flugsicherung?

Flughäfen und Flugsicherung fordern Corona-Hilfen, wie sie vom Bund auch die Airlines bekommen haben. Außerdem wünschen sie sich eine einheitliche Corona-Strategie. Beides ist am Freitag Thema eines Luftfahrtgipfels mit Verkehrsminister Scheuer.

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Von
  • Stephan Lina

Egal, ob nur ein Flugzeug am Tag startet oder 100: Die Flughafenfeuerwehr muss ebenso einsatzbereit sein wie die Lotsen und viele andere Mitarbeiter. Sie gehören zu den Infrastrukturen, die der Staat auch in der Corona-Krise in Betrieb halten wollte und will. Selbst als es an manchen Airports keinen Linienverkehr mehr gab, blieben sie grundsätzlich geöffnet, etwa für Sanitätsflüge oder Frachter. Die Flughäfen fordern nun, dass sie nicht auf den dadurch entstandenen Vorhaltekosten sitzenbleiben, die ihr Verband ADV auf 740 Millionen Euro allein im ersten Lockdown schätzt.

Flugsicherung warnt vor Kostenexplosion

Auch die Deutsche Flugsicherung fordert staatliche Unterstützung. Steuere der Bund als Eigentümer nichts bei, dann müsste man die Kosten auf die absehbar wenigen Flüge der kommenden Jahre umlegen. Das aber sei unrealistisch angesichts der desolaten Lage des Luftverkehrs, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Matthias von Randow. Denn dann würden die Gebühren pro Passagier drastisch steigen und Flüge unattraktiv machen.

Luftfahrtverband fordert einheitliche Corona-Regeln

Der BDL forderte auch eine Neubewertung von Risikoländern, eine Strategie für den Einsatz von Schnelltests und international einheitliche Corona-Regeln, um mehr Verkehr zu ermöglichen. Schon seit Monaten klagt die Branche darüber, dass sich die Regeln von Land zu Land teilweise über Nacht ändern. Das schrecke potentielle Passagiere ab und bremse die Erholung des Luftverkehrs aus. Gegen Milliardenhilfen für die Luftfahrt positionierte sich im Vorfeld des Treffens der ökologisch orientierte Verkehrsclub VCD.

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