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Lieber Online-Shop als Bekleidungsgeschäft | BR24

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Kleidung auf Bügel

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    Lieber Online-Shop als Bekleidungsgeschäft

    SinnLeffers, Strenesse, Steilmann: Immer mehr etablierte Textilunternehmen melden Insolvenz an. Seit Jahren hinkt die Branche Billiganbietern und dem Kleiderkauf im Netz hinterher. Von Karsten Böhne

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    Die Gefahr lauert im Netz. Lieber bequem online kaufen als ins Geschäft gehen, so denken immer mehr Kunden. Im vergangenen Jahr ist der Internetumsatz mit Bekleidung um fast ein Fünftel gestiegen. Mit der Folge, dass etablierten Firmen die Käufer wegbrechen. Dazu kommen die Textildiscounter. Bei der Billigkonkurrenz wie H&M, Zara oder Primark klingelt die Kasse, während alteingesessene Bekleidungsgeschäfte auf ihren Waren sitzen bleiben.

    Betriebe sollen Erlebnisse bieten

    Betroffen sind vor allem so genannte Multilabelanbieter. Dies sind Textil-Einzelhändler, die viele verschiedene Marken anbieten. Das Problem aus Sicht von Experten ist, dass in viele Betriebe seit Jahren nichts mehr investiert wurde. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und Kunden anzulocken, sollten sie Erlebnisse bieten. Das könnten Modenschauen oder Gastronomieecken sein. Im Zeitalter des Internet könnten aber auch Ladestationen für Smartphones und kostenloses WLAN helfen, um die Kunden wieder in die Geschäfte zu locken.

    Jahrestagung in Berlin

    Wie sich das Sterben der etablierten Textilunternehmen aufhalten lässt, wird heute auch Thema auf der Jahrestagung des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie in Berlin sein.