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Siemens-Healthineers in Forchheim
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Claudia Grimmer
Wolfram Weltzer
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Siemens-Healthineers in Forchheim

Der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers ist im ersten Quartal seines Geschäftsjahres gewachsen, spricht aber von einer "Entwicklung mit Licht und Schatten“. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis blieb mit 545 Millionen Euro jedoch lediglich stabil.

Siemens Vorstand nicht zufrieden

Der Vorstandschef der Siemens Healthineers AG, Bernd Montag, zeigte sich unzufrieden mit der Entwicklung des Diagnostikbereichs, dessen Profitabilität innerhalb eines Quartals von 10,8 auf 8,1 Prozent zurückging. In einer telefonischen Pressekonzferenz berichtete er von Schwierigkeiten beim neuartigen Diagnostiksystem "Atellica Solutions“.

Installation dauert länger

Sowohl Siemens Healthineers als auch viele Kunden, darunter viele Großlabore, hätten den Aufwand unterschätzt. Deshalb dauere die Installation länger, was Kosten verursache. Bis zum Ende des Geschäftsjahres wolle man die Probleme im Griff haben, erklärte Montag. Er habe Atellica zur Chefsache gemacht.

Dagegen konnte das Segment Bildgebung, also das Geschäft mit Tomographen, Röntgen und Ultraschall, seine Ertragsquote auf 20 Prozent steigern. Gewachsen ist Siemens Healthineers vor allem auf dem amerikanischen Markt, während sich das Wachstum in China verlangsamte. Trotz des schwächeren ersten Quartals hält Montag an der Prognose für das gesamte Geschäftsjahr fest.

Er rechne mit einem Umsatzwachstum zwischen vier und fünf Prozent und einer Gewinnmarge zwischen 17,5 und 18,5 Prozent.