BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Leoni schließt wegen Corona-Krise Werke und beantragt Kurzarbeit | BR24

© BR

Auch der Automobilzulieferer und Kabelspezialist Leoni bekommt die Auswirkungen von Corona zu spüren. Einige Werke wurden geschlossen, die Deutschland wird Leoni Kurzarbeit einführen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Leoni schließt wegen Corona-Krise Werke und beantragt Kurzarbeit

Wegen der Coronakrise fährt der Automobilzulieferer Leoni seine Produktion weitestgehend zurück. Es hat bereits Werke in mehreren Ländern geschlossen. Damit reagiert der Zulieferer auf den Stillstand bei seinen Kunden, den Automobilherstellern.

Per Mail sharen

Werksschließungen, Produktionsstopps und Kurzarbeit: Die Corona-Krise erfasst die Automobilbranche. Dies hat wiederum auf deren Zulieferer Auswirkungen. Der bereits angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni rechnet aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Belastungen für Umsatz, Ergebnis und Liquidität.

Werksschließungen wegen Corona-Krise

Wegen der Corona-Pandemie fährt der Automobilzulieferer Leoni seine Produktion weitestgehend zurück. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es bereits Bordnetz-Werke in Europa, Nordafrika und Südamerika geschlossen. Damit reagiert der Zulieferer wiederum auf Werksschließungen der Automobilhersteller.

Geschäftsbetrieb soll gesichert werden

"Der Vorstand hat vor dem Hintergrund der erwarteten Belastungen heute eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um den Fortbestand des Geschäftsbetriebes zu sichern", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Maßnahmen würden nach jetzigem Stand bis zu vier Wochen, möglicherweise auch länger andauern.

Kurzarbeit in Verwaltung und Produktion

Für Mitarbeiter der Verwaltung und der Produktion in Deutschland werde zudem weitestgehend Kurzarbeit beantragt. Vorstand und Arbeitnehmervertretung haben demnach eine Vereinbarung getroffen, die es "erlaubt die Produktion in Deutschland kontrolliert herunterzufahren und dabei das Einkommen der Mitarbeiter abzusichern." Es werde neben dem Kurzarbeitergeld eine Aufstockung des Gehalts von Leoni geben, sagte ein Unternehmenssprecher. Zudem werde Leoni weitere finanzielle Unterstützung der deutschen Regierung beantragen.

Normalbetrieb in chinesischen Werken

In Deutschland sind 4.700 Leoni-Mitarbeiter mehr oder weniger von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Weltweit arbeiten für den Automobilzulieferer 95.000 Menschen. Nach Angaben von Leoni hat sich die Situation an den chinesischen Standorten weitgehend wieder normalisiert. Alle Werke dort hätten die Produktion nahezu auf vorherigem Niveau wieder stabilisieren können.