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Leoni plant Sparte zu verkaufen oder an die Börse zu bringen | BR24

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Lange galt der Bereich als wichtige Säule von Leoni - jetzt droht der traditionellen Draht- und Kabelsparte des Nürnberger Industriekonzerns die Abspaltung. Der neue Leoni-Chef will künftig vor allem auf das Geschäft mit der Autoindustrie setzen.

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Leoni plant Sparte zu verkaufen oder an die Börse zu bringen

Der Autozulieferer Leoni kämpft mit Verlusten und ist in der Krise. Das angekündigte "Value 21-Einsparprogramm" sieht nun einen Verkauf oder den Börsengang der Kabelproduktionssparte vor.

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Der Nürnberger Autozulieferer Leoni steckt in der Krise. Deshalb steht für die Kabelproduktionssparte (WCS) nun ein Börsengang oder ein Verkauf im Raum. Leoni will sich damit stärker auf andere Geschäftsbereiche konzentrieren. Der mit Verlusten kämpfende Nürnberger Autozulieferer Leoni will sich von seiner Sparte zur Produktion von Kabeln und Verbindungslösungen trennen.

Keine Synergien mit Hauptgeschäft

Das Unternehmen will sich von diesem Geschäftsbereich trennen, da nur geringe Synergien der beiden Einheiten mit der Hauptsparte des Unternehmens bestehen. Leoni will sich künftig nur noch auf die Entwicklung des zuletzt defizitären Bordnetzbereichs (WSD) konzentrieren. Das unter anderem dafür im vergangenen Herbst eingeleitete Sparprogramm verlaufe nach Plan, heißt es. Entsprechende Berater wurden dazu beauftragt, weitere Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten.

"Diese Trennung schafft zwei klar fokussierte Geschäfte, die individuelle Markt- und Technologieentwicklungen sowie Investitionen besser und schneller umsetzen können. Wir erwarten, dass die Entscheidung zur Trennung von dem Unternehmensbereich WCS dazu beiträgt, unsere Ressourcen auf den Bordnetzbereich zu fokussieren und ihn verstärkt strategisch weiterzuentwickeln." Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender Leoni AG

Bordnetzbereich soll ausgebaut werden

Vorstandschef Kamper sieht in der Trennung eine Chance, den Bordnetzbereich strategisch weiterzuentwickeln und dessen Führungsposition auszubauen.

Leoni hat angekündigt, mit dem Value 21-Programm 500 Millionen Euro jährlich bis 2022 einzusparen. Rund 75 Prozent davon soll im Bereich WCS gekürzt werden. Das Unternehmen Leoni musste für das erste Quartal hohe Millionenverluste hinnehmen.