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Wirtschaft

Lagarde: Wenig Hoffnung auf Zinswende in nächster Zeit | BR24

© Felix Lincke

Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat nach ihrer ersten geldpolitischen Sitzung wenig Hoffnung gemacht auf eine Zinswende in nächster Zeit.

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Lagarde: Wenig Hoffnung auf Zinswende in nächster Zeit

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält auch unter der neuen Präsidentin Christine Lagarde an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Lagarde verspricht aber, die Strategie der EZB im Januar zu überprüfen und einen neuen Dialog anzustoßen.

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Vorerst keine Änderung der Geldpolitik, aber eine Überprüfung der Strategie im Laufe des nächsten Jahres und ein neuer Dialog mit der Öffentlichkeit, mit dem EU-Parlament und Ökonomen. Das versprach die neue EZB-Chefin Christine Lagarde, nachdem sie zum ersten Mal die Sitzung des Zentralbankrats geleitet hatte.

Schon im Januar soll es erste Aussagen zu möglichen Veränderungen geben. So deutete Lagarde an, auch den Klimawandel in die Entscheidungen der Notenbank mit einzubeziehen. Das Inflationsziel von knapp zwei Prozent für die Stabilität des Geldwerts bleibt aber bestehen. Es wurde zuletzt erneut weit verfehlt.

Risiken: Handelspolitik und Wirtschaftswachstum

Angesichts von einer Inflation von nur einem Prozent im Euroraum und einer anhaltenden Schwäche der Industrie will Lagarde die ultralockere Geldpolitik beibehalten. Dienstleistungen und Bausektor würden das Wachstum zwar stützen, das im nächsten Jahr aber noch geringer ausfallen dürfte. Außerdem gebe es immer noch zahlreiche globale Risiken wie in der Handelspolitik. Lagarde versprach Klarheit in ihren Aussagen ohne mehrdeutig oder hintersinnig sein zu wollen

Leitzins weiter auf Rekordtief

Der EZB-Rat beließ am Donnerstag den Leitzins im Euroraum unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Banken müssen weiter Negativzinsen von 0,5 Prozent zahlen, wenn sie Gelder bei der Zentralbank parken. Zudem steckt die EZB seit November monatlich 20 Milliarden Euro in den Erwerb von Anleihen.