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Ladenhüter Pelletheizung | BR24

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Ladenhüter Pelletheizung

Öl ist billig! Was Autofahrer freut, wird für die Hersteller von Pelletanlagen zum Problem. Öl und Gas sind so preiswert, dass nach Informationen der Bayern 2 radioWelt immer weniger Hausbesitzer mit Pellets heizen wollen.

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Holzpellets aus Sägemehl und Holzabfällen galten lange Zeit als kostengünstige und ökologische Alternative zu Öl und Gas. Die Hersteller von Pelletanlagen freuten sich über Zuwachsraten von 10 Prozent und mehr im Jahr. Diese Zeiten sind vorbei, der Absatz stagniert. 

Pelletanlagen sind teuer 

Der Grund: Eine Pelletanlage ist in der Anschaffung deutlich teurer als etwa eine Gas- oder Ölheizung. Fällt der Ölpreis, merken das die Hersteller und Heizungsbauer sofort: Pelletanlagen werden zum Ladenhüter, wie der Oberallgäuer Heizungsbauer Franz Dengel beklagt: 

"Momentan ist der Pelletsmarkt - also von den Kesselzahlen her - bei uns deutlich gesunken. Das waren früher 70 bis 80 Prozent und heute sind wir bei vielleicht 20 bis 30 Prozent an Anlagen, die neu installiert werden." 

Altbekanntes Phänomen

Das Phänomen ist nicht neu: Vor drei Jahren gab es schon mal einen niedrigen Ölpreis und der Absatz der Pelletanlagen ging schlagartig zurück. Für viele Hausbesitzer ist es derzeit verlockend, die alte Öl- oder Gasheizung im Keller noch länger laufen zu lassen als geplant. Das ist heute genauso wie vor drei Jahren.  

Hoffen auf steigenden Ölpreis 

Die Hersteller hoffen jetzt - anders als Autofahrer und Hausbesitzer - auf einen steigenden Ölpreis. Aber auch wenn Öl dauerhaft billig bleibt, ganz verschwinden werden die Pellets nicht. Schließlich haben sich schon viele Hausbesitzer eine Anlage einbauen lassen und die will befeuert und gewartet werden.