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Kurzarbeit - erst einmal ohne Pflicht zur Qualifikation | BR24

© BR / Lisa Hinder

Die Anreize zur Weiterbildung während der Kurzarbeit greifen erst im zweiten Halbjahr 2021. Die Bundesagentur für Arbeit kritisiert das.

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    Kurzarbeit - erst einmal ohne Pflicht zur Qualifikation

    Die Regelungen zur Kurzarbeit werden bis Ende 2021 verlängert. Mit einem Wunsch konnte sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) aber nur zum Teil durchsetzen: Kurzarbeit mit Qualifikation zu verbinden.

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    Die Kurzarbeit-Regelung wird bis Ende 2021 verlängert. Das haben die Spitzen der Koalition am Dienstagabend beschlossen. Um möglichst vielen eine Kündigung in der Pandemie zu ersparen, musste die Regierung nicht lange nach Mitteln suchen. Sie kopierte das, was sich in der Finanzkrise bewährt hat.

    Kurzarbeit: Bewährtes Instrument in der Finanzkrise

    Wie damals werden die Regelungen zur Kurzarbeit gelockert. Die Bundesagentur übernimmt zudem die vollen Sozialabgaben. Auf eines jedoch verzichtete die Regierung diesmal: auf Regelungen zur Weiterbildung. In der Finanzkrise bekam nur der Betrieb die Sozialkosten zu 100 Prozent erstattet, der in dieser Zeit seine Beschäftigten weiterbildete. Die anderen bekamen nur 50 Prozent.

    Anreiz für Weiterbildung erst im letzten Halbjahr 2021

    Arbeitsminister Heil wollte das auch dieses Mal bei der Verlängerung umsetzen. Er konnte sich aber nicht damit durchsetzen – oder nur ein wenig. Die 50/100-Prozent-Regelung gilt nur für das letzte halbe Jahr bis Ende 2021. Beim IAB, der Forschungsstelle der Bundesagentur für Arbeit, sieht man das kritisch. Zwar ließen sich gerade in kleineren Betrieben Qualifizierung und Kurzarbeit anfangs nicht ohne weiteres vereinbaren. Doch da habe man ja jetzt Erfahrungen gesammelt und könne nun beides miteinander verbinden. Und die Bundesagentur hilft auch finanziell weiter, zum Beispiel mit der Übernahme von Lehrgangskosten und Zuschüssen.