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Kurzarbeit bei Bosch Rexroth in Lohr wird ausgedehnt | BR24

© dpa/Picture-Alliance/David Ebener

Kurzarbeit bei Bosch Rexroth in Lohr wird ausgedehnt

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    Kurzarbeit bei Bosch Rexroth in Lohr wird ausgedehnt

    Im Januar wird die Kurzarbeit bei der Bosch-Tochter Bosch Rexroth in Lohr am Main weiter ausgedehnt. Der Betriebsrat rechnet damit, dass 220 Mitarbeiter betroffen sind. Hintergrund ist die anhaltend schlechte Auftragslage.

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    Bislang galt bei Bosch Rexroth in Lohr am Main schon Kurzarbeit in den Bereichen Blöcke und der Gießerei. Seit November waren schon insgesamt 400 Beschäftigte betroffen. Hintergrund ist die schlechte Auftragslage des Unternehmens. Im Januar weitet Bosch Rexroth die Kurzarbeit weiter aus. Der Betriebsrat rechnet damit, dass weitere 220 Mitarbeiter betroffen sein werden. Von den rund 3.200 Mitarbeitern des Rexroth-Stammwerks in Lohr wäre somit fast jeder Fünfte von der Kurzarbeit betroffen.

    Gespräche laufen noch

    Bei Bosch Rexroth, dem größten Arbeitgeber im Landkreis Main-Spessart in Lohr, ist es zum Jahresbeginn sehr ruhig, aber es gibt keine offizielle Betriebsruhe. Die Gespräche wegen der Absenkung der Arbeitszeit in der Gießerei würden noch laufen, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Dort wird regulär 35 Stunden die Woche gearbeitet. Im Gespräch ist, die Arbeitszeit für die Mitarbeiter um zehn Prozent abzusenken.

    "Im Maschinenbau hat sich im Laufe des Jahres die Auftragslage aufgrund einer zunehmend stark rückläufigen Nachfrage aus dem In- und Ausland insgesamt eingetrübt." Markus Forschner, Vorstandsmitglied von Bosch Rexroth

    Zusätzlich zu den konjunkturellen Einflüssen habe sich das Umfeld von Bosch Rexroth vor allem auch strukturell stark verändert. Besonders merke das Unternehmen den Strukturwandel in Kundenbranchen, die eng mit der Automobilindustrie verbunden sind, heißt es weiter. Der Auftragseingang 2019 sei gegenüber den sehr hohen Werten des Vorjahres stark zurückgegangen, wobei sich Bosch unter den schwierigen Rahmenbedingungen noch gut behaupten konnte.

    Rückläufige Nachfrage bei Bosch Rexroth

    Zu Beginn des neuen Jahres erwartet Bosch Rexroth keine Belebung, sondern eher eine weiterhin rückläufige Nachfrage. Daher bleibe die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in allen Bereichen von besonderer Bedeutung. Arbeitszeitreduzierende Maßnahmen laufen bereits seit Herbst im Werk II.

    Hintergrund

    Bosch Rexroth gehört seit 2001 zum Bosch-Konzern und hat seinen Hauptsitz in Lohr am Main. Das Unternehmen gehört bei Bosch zum Bereich Automatisierungstechnik und entwickelt unter anderem elektrische Antriebe für Maschinenhersteller sowie Assistenzsysteme für die industrielle Fertigung. Derzeit beschäftigt die Bosch-Tochter weltweit rund 32.300 Mitarbeiter. Im Jahr 2018 verzeichnete Bosch Rexroth 6,2 Milliarden Euro Umsatz.