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Kündigung von Ex-VW-Manager landet vor Gericht | BR24

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© Arne Meyer-Fünffinger

Kein Vergleich zwischen Ex-Manager und VW

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Kündigung von Ex-VW-Manager landet vor Gericht

Der Streit über die fristlose Kündigung gegen einen in den USA inhaftierten früheren VW-Mitarbeiter landet nun doch vor Gericht. Nach Informationen des BR haben sich beide Seiten nicht auf einen Vergleich einigen können.

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Mehr als ein halbes Jahr lang haben Oliver Schmidt und der Volkswagen-Konzern versucht, ihren Streit außergerichtlich zu einigen. Gelungen ist ihnen das nicht. Deswegen wird nun das Arbeitsgericht Braunschweig darüber entscheiden müssen, ob die unmittelbar nach der Verurteilung Schmidts von Volkswagen ausgesprochene fristlose Kündigung rechtens war.

Volkswagen scheut den Rechtsstreit nicht

Ein Volkswagen-Sprecher bestätigte BR Recherche vorliegende Informationen, wonach sich beide Seiten in ihren bisherigen Verhandlungen nicht wesentlich angenähert haben. „Wir gehen der arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung nicht aus dem Weg“, sagte der Sprecher. Der Arbeitsrechtsanwalt des früheren VW-Managers, Robert Strecker, wollte sich nicht zu den Inhalten des laufenden Verfahrens äußern.

Schmidt klagte gegen Kündigung

Der Autokonzern hatte Schmidt fristlos gekündigt, nachdem ein US-Gericht ihn im Dezember vergangenen Jahres wegen seiner Verwicklungen in den Diesel-Skandal zu einer Haftstrafe von sieben Jahren Plus Geldstrafe verurteilt hatte. Diese Haftstrafe verbüßt Schmidt mittlerweile in einer Haftanstalt unweit von Detroit.

Für den Volkswagen-Konzern hatte er 20 Jahre lang gearbeitet. Von März 2012 bis Februar 2015 war Schmidt in den USA dafür zuständig, Zulassungsfragen mit den dortigen Umweltbehörden zu regeln. Anfang 2017 war er auf dem Flughafen von Miami im Rahmen einer privaten USA-Reise festgenommen worden.

Anfang Januar 2018 hatte der Ex-VW-Manager beim Arbeitsgericht Braunschweig Klage gegen die fristlose Kündigung eingereicht - mit der Begründung, dass er sich nach seinem Verständnis loyal gegenüber Volkswagen verhalten und ausschließlich im Rahmen der ihm von VW erteilten arbeitgeberseitigen Weisungen gehandelt habe, so sein Arbeitsrechtsanwalt damals.

Verhandlungstermin beim Arbeitsgericht schon im September

Ein erster für Februar angesetzter Verhandlungstermin war nicht zustande gekommen, weil sich beide Seiten eigentlich in außergerichtlichen Gesprächen einigen wollten. Diese haben allerdings zu keinem Ergebnis geführt. Das Arbeitsgericht Braunschweig wird über den Fall wahrscheinlich schon im kommenden Monat verhandeln.

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  • Arne Meyer-Fünffinger
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