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Kritik an EU-Digitalsteuer | BR24

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    Kritik an EU-Digitalsteuer

    Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern kritisiert die von der EU geplante Digitalsteuer. Nach aktuellen Berechnungen des ifo-Institutes könnte sie die deutsche Digitalwirtschaft mit 345 Millionen Euro jährlich belasten.

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    Dieser Schuss könnte nach hinten losgehen. Eigentlich soll eine Digitalsteuer dazu führen, dass große amerikanische Konzerne wie Amazon,Facebook oder Google hierzulande mehr Steuern zahlen. Das Problem: Sie würde auch deutsche Digitalunternehmen treffen. Dazu kommt: Das Steuerrecht wird auf den Kopf gestellt, zu unserem Nachteil. Denn eigentlich zahlen Unternehmen Steuern in dem Land, in dem sie Produkte entwickeln und produzieren, sagt der Präsident des Münchner ifo-Institutes Professor Clemens Fuest.

    "Wir können natürlich die Besteuerungsregeln reformieren und sagen es wird mehr dort besteuert wo die Unternehmen ihre Produkte verkaufen. Die Frage ist nur, ist das intelligent für eine exportorientierte Wirtschaft wie die deutsche. Auch unsere Unternehmen werden dann ja künftig stärker dort besteuert wo sie ihre Produkte verkaufen und weniger bei uns wo sie heute ihre Steuern zahlen." Clemens Fuest, ifo-Institut

    Im Klartext: Andere Länder könnten unsere Exportprodukte stärker besteuern. Am Ende würde eine Digitalsteuer also den Handelskrieg mit den USA weiter anheizen.