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Weniger Müll auf Kreuzfahrtschiffen
© Bayerischer Rundfunk

Autoren

Ralf Schmidberger
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Weniger Müll auf Kreuzfahrtschiffen

Die Kreuzfahrtreederei Costa gilt als Vorreiter in der Branche. Sie möchte es bis 2020 schaffen, halb so viel Essen wie im Jahr 2014 wegzuwerfen. So werden beispielsweise Garnierungen an den Buffets weggelassen. Schinken und Aufschnitt landen nicht einfach auf großen Platten, sondern werden einzeln portioniert. Auch Schilder mit dem Hinweis, keine Lebensmittel zu verschwenden, stehen nun in den Restaurants der Schiffe.

Nicht mehr anbieten als gegessen wird

Der Anbieter Aida, der zum gleichen Konzern gehört, achtet darauf, den Passagieren nicht viel mehr anzubieten, als sie wirklich essen, und verwendet gegen Ende einer Mahlzeit am Buffet kleinere Schüsseln, sagt Sprecher Hansjörg Kunze: "Es sieht zwar noch so aus, als ob alles da ist, es ist aber die Hälfte kleiner."

Auch bei Konkurrenten wie Tui Cruises und MSC wird verstärkt darauf geachtet, dass Essen nicht weggeworfen werden muss. Laut Aida-Mann Kunze ist das ein Trend schon im eigenen Interesse. "Es ist nicht nur philosophisch, dass man sagt, Du sollst nichts verschwenden. Es ist auch bares Geld, was man da spart."

Übriges Essen wird gespendet

Der Kreuzfahrtanbieter Costa unterstützt mit übrig gebliebenem Essen außerdem eine gute Sache: an Häfen in Italien, Frankreich und Spanien wird nicht verzehrtes Gemüse, Fleisch, Fisch usw. an Hilfsorganisationen übergeben, die dies dann an Bedürftige verteilen.

Autoren

Ralf Schmidberger

Sendung

B5 Wirtschaft kompakt vom 07.12.2018 - 06:38 Uhr