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Kreuzfahrtschiff vor Livorno

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    Kreuzfahrten sollen "grüner" werden

    Der Boom bei Schiffsreisen ist ungebrochen. Viele Reisen werden dabei immer billiger, doch Kritiker bemängeln, dass die Umwelt dabei auf der Strecke bleibt. Das ist auch ein großes Thema auf der Messe "Seatrade Europe" in Hamburg . Von Margit Siller

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    Im Herbst kommenden Jahres beginnt ein neues Zeitalter: Es wird das erste Schiff in See stechen, das mit Flüssiggas betrieben wird. LNG gilt als sauberer Treibstoff der Zukunft, aber noch sieht die Realität anders aus. Die meisten Ozeanriesen schippern mit billigem Schweröl über die Weltmeere. Schwefelarme Kraftstoffe sind teurer.

    Strengere Vorgaben für das Mittelmeer geplant

    Für Nord- und Ostsee ist bereits seit 2015 ein sehr niedriger Schwefelgehalt vorgeschrieben. Ältere Schiffe wurden nachgerüstet, um die strengeren Vorgaben zu erfüllen. Ähnliches ist nun auch für das Mittelmeer geplant, heißt es auf Anfrage beim Naturschutzbund Nabu. Dazu müsste eine Umweltzone auf See durchgesetzt werden. Frankreich sei dafür, Spanien und Italien wohl auch, aber Griechenland und Malta mauern angeblich noch.

    Nachrüsten gegen Feinstaub

    Zweites großes Thema sind die Rußpartikelfilter gegen, die ebenfalls nachgerüstet werden könnten, wenn es die Reedereien denn bezahlen wollten. Bis zum Jahr 2025 werden mindestens 75 neue Schiffe vom Stapel laufen. Fraglich bleibt, ob Kreuzfahrten durch diese hohen Investitionen teurer werden.