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Krankenversicherer: Unter Druck wegen Corona | BR24

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Krankenversicherer: Wie wahrscheinlich sind Beitragserhöhungen durch Corona ?

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Krankenversicherer: Unter Druck wegen Corona

Die Corona-Pandemie setzt auch die Krankenversicherer unter Druck – nicht nur auf der Ausgabenseite. Gesetzliche Kassen müssen mit niedrigeren Einnahmen rechnen und bei den Privaten könnte der Absturz an den Aktienmärkten durchschlagen.

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Von
  • Nikolaus Nützel

Die gesetzliche Krankenversicherung bekommt ihre Beiträge als prozentualen Anteil vom Bruttolohn. Deshalb sprudelten jahrelang ihre Einnahmen – die Beschäftigung war hoch und die Löhne stiegen stetig. Massenhafte Kurzarbeit, mögliche Entlassungen und Nullrunden beim Einkommen, wie sie wegen der Coronakrise zu erwarten sind, dürften dem ein Ende machen.

Zins-und Kursverluste bei den Privaten

Aber auch für die Privaten Krankenversicherer sind Probleme absehbar, sagt der Gesundheitsökonomie-Professor Jürgen Wasem von der Uni Duisburg. Auf der Ausgabenseite sieht er keine großen Unterschiede, bei der Erwirtschaftung der Einnahmen sehr wohl. Denn die Privaten haben dabei eigene Probleme: die niedrigen Zinsen und den Absturz an den Börsen. Das Versprechen, Beitragszahlungen niedrig zu halten, sei damit gefährdet. Denn private Krankenversicherer haben einen Teil ihrer Rücklagen auch in Aktien:

Sicher ist richtig, wenn jetzt die Aktienmärkte dauerhaft leiden, ist das ein zusätzliches Problem. Prof. Jürgen Wasem, Experte für Medizinmanagement

Die Corona-Krise lässt also Beitragsanhebungen in der privaten wie auch der gesetzlichen Krankenversicherung wahrscheinlicher werden.