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Krankenkassen fordern Nachbesserungen vom Bund | BR24

© Nikolaus Nützel/BR

Betriebskrankenkassen fürchten Finanzcrash

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Krankenkassen fordern Nachbesserungen vom Bund

Die gesetzlichen Krankenkassen befürchten durch die Corona-Krise beträchtliche Mehrausgaben, die höhere Beiträge zur Folge hätten. Vor allem Betriebskrankenkassen würden übermäßig belastet, warnt der bayerische BKK-Landesverband.

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Bundesgesundheitsminister Spahn will die Milliardenkosten, die im Gesundheitswesen durch die Coronakrise entstehen, durch ein Maßnahmen-Bündel decken: Der Steuerzuschuss, den der Bund an die Kassen zahlt, soll angehoben werden. Außerdem soll der durchschnittliche Beitragssatz steigen – um 0,2 Prozent vom Bruttolohn. Das hält der Minister für recht maßvoll. Und schließlich sollen die Kassen ihre Rücklagen deutlich abschmelzen. Derzeit liegen sie im Schnitt noch bei einer Monatsausgabe, sie sollen auf 0,4 Monatsausgaben sinken.

Betriebskrankenkassen warnen vor Finanzcrash

Nach Ansicht des bayerischen Landesverbandes der Betriebskrankenkassen ist ein Finanzpolster, das dann nur noch den Ausgaben für rund zwei Wochen entspricht, aber viel zu dünn. Gerade kleinere Kassen würden dadurch gefährdet, warnt die Verbands-Chefin Sigrid König. Ihrer Ansicht nach berücksichtigen die Pläne aus Berlin auch viel zu wenig, dass bei den Krankenkassen nicht nur die Ausgaben steigen. Durch die Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie fallen auch in beträchtlichem Umfang Einnahmen weg, warnt der Kassenverband. Deswegen sagen die BKKs einen „massiven Crash“ der Kassenfinanzen spätestens ab 2022 voraus. Um diesen Crash abzuwenden, fordern sie eine grundlegende Diskussion über die Kassenfinanzen – und mehr Steuergeld.

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