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Krankenhausprivatisierung kommt nicht weiter voran | BR24

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Hinweisschild auf Intensivstation eines KH

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    Krankenhausprivatisierung kommt nicht weiter voran

    Auf dem Krankenhaustag in Düsseldorf diskutieren Vertreter von Kliniken aus ganz Deutschland über die Zukunft der stationären Gesundheitsversorgung. Eine Entwicklung hat sich dabei inzwischen abgeschwächt: Die Privatisierung.

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    Lange Jahre schien es eine unaufhaltsame Entwicklung zu sein, dass private Konzerne Krankenhäuser von öffentlichen Trägern oder auch von den Kirchen übernehmen. Allein von 2006 bis 2012 beobachtete das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung eine bundesweite Zunahme der Zahl privater Krankenhäuser von 582 auf 695. Doch seitdem stagniert die Zahl. Den Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein, überrascht das nicht.

    "Diese so genannte Privatisierungswelle ist deutlich abgeebbt. Das ist auch leicht erklärbar, weil diese schwierigen Rahmenbedingungen im Krankenhaus-System natürlich auch für private Betreiber gelten, und es deutlich schwieriger ist als es in der Vergangenheit war, wirtschaftlich angeschlagene Krankenhäuser zu sanieren und wirtschaftlich zu führen. Und weil auf der anderen Seite natürlich auch die öffentlich geführten Krankenhäuser ihr Management deutlich professionalisiert haben." Siegfried Hasenbein, Bayerische Krankenhausgesellschaft

    Deshalb erwartet die Krankenhausgesellschaft, dass der Marktanteil privater Träger auch in nächster Zeit mehr oder minder gleich bleibt.