BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa / picture alliance
Bildrechte: dpa / picture alliance

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender Allianz SE

Per Mail sharen

    Konzern-Chef Oliver Bäte setzt auf Digitalisierung

    Die Aktionäre der Allianz dürften heute zufriedene Mienen haben auf der Hauptversammlung in München. Der Versicherer macht Milliardengewinne. Die Rendite steigt. Konzern-Chef Oliver Bäte skizziert seine Zukunftspläne. Von Ralf Schmidberger

    Per Mail sharen

    Viele Augen werden heute wohl auf die Füße von Oliver Bäte gerichtet sein. Vor einem Jahr - in seiner ersten Hauptversammlung als Allianz-Chef - trug der 52-Jährige zum dunklen Anzug rote Turnschuhe. Dies hatte den einen oder anderen empört. Für Bäte war es ein Zeichen: Er will den Münchner Konzern auf das Internetzeitalter einstimmen. Denn der Kunde schließt seine Versicherung immer seltener in einer Agentur ab, sondern oft über den Computer oder ein Smartphone.

    Über Zehn Milliarden Euro Gewinn nach Steuern

    Der Digitalisierungskurs der Allianz sorgt aber für Kritik innerhalb des Unternehmens. Dies tut Bäte bisher als Einzelfälle ab. Man darf gespannt sein, was die Aktionäre heute dazu sagen werden. Mit den Geschäftszahlen dürften sie glücklich sein: Ob Leben- und Krankenversicherung, Schaden- und Unfallversicherung – überall hat die Allianz die Renditeziele erreicht. Nach Steuern blieben im vergangenen Jahr mehr als 10 Milliarden Euro Gewinn übrig. Die Dividende soll auf 7,60 Euro steigen.

    Michael Diekmann vor Rückkehr zur Allianz

    Auf seine Kritiker ging Bäte zumindest optisch vor kurzem zu: Bei der Bilanzvorlage trug er keine Turnschuhe, sondern klassisch, schwarze Lederschuhe. Aber nicht nur Bäte wird heute im Fokus der Aktionäre stehen, sondern auch sein Vorgänger Michael Diekmann. Der soll ab dem 7. Mai an die Spitze des Aufsichtsrats rücken. Dann wird er auch die Digitalisierungspläne seines Nachfolgers beaufsichtigen.