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Konjunktureinbruch: Krankenkassen befürchten sinkende Einnahmen | BR24

© BR / Nikolaus Nützel

Die Sozialversicherung hat in den vergangenen Jahren von der guten Konjunktur profitiert: niedrige Arbeitslosigkeit und gute Tarifabschlüsse haben dafür gesorgt, dass genug Geld da war. Allerdings könnten die guten Zeiten bald vorbei sein.

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Konjunktureinbruch: Krankenkassen befürchten sinkende Einnahmen

Die Sozialversicherung hat in den vergangenen Jahren von der guten Konjunktur profitiert: Niedrige Arbeitslosigkeit und gute Tarifabschlüsse haben dafür gesorgt, dass genug Geld da war. Allerdings könnten die guten Zeiten bald vorbei sein.

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Vor einigen Tagen kam ein Warnruf von der größten deutschen Krankenkasse, der Techniker Kasse. Deren Chef Jens Baas stellte fest, bei "bei sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben werden die Krankenkassen ihre heutigen Beitragssätze auf Dauer nicht halten können".

Zusätzliche Milliardenausgaben belasten Krankenkassen

Auch Christoph Straub, der Chef der zweitgrößten bundesweiten Kasse, der Barmer, sieht Probleme. Straub verweist auf Ausgaben in Milliardenhöhe, die die Bundesregierung durch Verbesserungen - beispielsweise für die Krankenhäuser - veranlasst habe. Auf der anderen Seite kühle sich die Konjunktur ab.

Kritik an "Überversorgung" und Finanzausgleich

Die Chefin des bayerischen Landesverbands der Betriebskrankenkassen, Sigrid König, kritisiert gleichzeitig, es gebe in vielen Bereichen immer noch eine Überversorgung und Geld werde in die falschen Kanäle geleitet. Allerdings gibt es unter den verschiedenen Kassen auch Streit darüber, wie die Gelder innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung verteilt werden sollten.

Die Ersatzkassen wie Techniker und Barmer, aber auch die Betriebskrankenkassen fordern dringend eine Reform des Finanzausgleichs unter den Kassen, denn der bevorzugt ihrer Ansicht nach derzeit die AOKs. Die Ortskrankenkassen sehen das freilich anders. Die AOK Bayern - als mit Abstand größte Kasse im Freistaat - will auch in die Warnungen vor Finanzproblemen derzeit nicht einstimmen.