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Wirtschaft

Konjunktur in Bayern: Der "Weißbier-Index" schwächelt | BR24

© Margit Siller, BR

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vbw rechnet in ihrem "Weißbier-Index" mit weniger Wachstum im Freistaat - und fordert Maßnahmen von der Politik.

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Konjunktur in Bayern: Der "Weißbier-Index" schwächelt

Die Wirtschaft wächst langsamer - das macht sich auch in Bayern bemerkbar: Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) rechnet in ihrem "Weißbier-Index" mit weniger Wachstum im Freistaat. Jetzt fordert sie Maßnahmen von der Politik.

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Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vbw rechnet jetzt nur noch mit einem Jahreswachstum von 0,9 Prozent in Bayern. Der von ihr errechnete sogenannte "Weißbier-Index" liegt nur noch bei 120 Punkten. Das ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren.

"Keine Rezession, aber Abschwung und große Unsicherheit"

Sorge bereitet der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vor allem die Automobilindustrie.

"Ich glaube, dass die Konsumenten einfach verunsichert sind. Der Diesel-Fahrer wurde faktisch enteignet. Wir sehen keine Rezession, aber einen Abschwung und die Unsicherheit ist groß." Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)
© Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)

vbw-Weißbier-Index der Bayerischen Wirtschaft: Langsameres Wachstum bei wachsender Unsicherheit.

Immer mehr Zulieferer klopfen jetzt bei der vbw an, weil sie sich über Kurzarbeit informieren wollen, bevor sie sie beantragen. Der vbw-Präsident Wolfram Hatz erwartet sich gerade jetzt Maßnahmen von der Politik - angesichts der schlechteren Prognose fordert er stärkere steuerliche Entlastungen der Unternehmen.

Steuern und Energiepreise in Deutschland höher als im EU-Durchschnitt

"Wir brauchen keine Verteilpolitik und soziale Geschenke. Wir müssen flexibel bleiben, was befristete Arbeitsverhältnisse anbetrifft - die Unternehmen müssen atmen können." Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw)

Die Steuern und Energiepreise hierzulande seien höher als im EU-Durchschnitt. Es sei deshalb höchste Zeit, Unternehmen und Bürger zu entlasten.