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Kohlekraft: Klimapläne auf der Kippe | BR24

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Braunkohlekraftwerk Neurath 2

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    Kohlekraft: Klimapläne auf der Kippe

    Auf dem G20-Gipfel in Hamburg wird es vor allem auch um den Klimaschutz gehen. Und bis auf den US-Präsidenten scheinen sich auch alle anderen Teilnehmer dazu zu bekennen. Ehrliches Unterfangen oder nur Lippenkenntnisse? Von Dirk Vilsmeier

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    Kohlekraftwerke gelten unter Umweltschützern als Inbegriff des Klimakillers und dennoch finden sie nach wie vor Absatz. Ungeachtet des Klimaabkommens von Paris werden weltweit 1600 Kohlekraftwerke gerade gebaut oder zumindest geplant. Das würde reichen, um weit mehr als eine Milliarde Menschen mit Strom zu versorgen. Die Zahlen hat die Umweltschutzorganisation Urgewald zusammengestellt. Sie folgert daraus, dass die Klimaziele von Paris nach wie vor massiv gefährdet sind.

    Neubaupläne in 62 Ländern

    Die Neubaupläne betreffen der Studie zufolge 62 Länder. Auch Projekte in Deutschland wie das neue Steinkohlekraftwerk in Datteln sind enthalten. Stark an den Kohlekraftplänen beteiligt sind auch zwei asiatische G20-Länder: Indien und China. In einer Datenbank auf der neu eingerichteten Website www.coalexit.org werden die 120 größten und wichtigsten Kohlekraftwerks-Entwickler genannt. Diese allein seien laut Nachrichtenagentur AFP für etwa zwei Drittel der Neubaupläne mit einer geplanten Gesamtkapazität von 550.000 Megawatt verantwortlich.