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RWE/Braunkohlekraftwerk

Den konkreten Zahlen zufolge waren es, laut dpa, jeweils gut 35 Prozent der Gesamtproduktion – inklusive der häufig nicht eingerechneten Eigenstromproduktion der Industrie. Im Ergebnis war es deutlich mehr Solarstrom und ein regelrechter Einbruch bei der Steinkohle. Das hat dazu geführt, dass Erneuerbare Energien und Kohle jetzt bei der Stromproduktion in Deutschland gleichgezogen haben. Nicht verändert hat sich dabei der Anteil der Braunkohle. Mit ihr kann nach wie vor vergleichsweise günstig Strom erzeugt werden. Allerdings zum Preis eines hohen CO2-Ausstoßes.

Kohlekommission verhandelt über Ausstieg

Für die Kohlekommission, die jetzt bis Anfang Februar den Weg für einen Kohleausstieg aufzeigen soll, macht das die Arbeit nicht leichter. Denn gerade erst haben Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, die auch in der Kommission vertreten sind, wieder vor steigenden Strompreisen gewarnt. BDI-Präsident Kempf betonte dabei, Strom dürfe nicht noch teurer werden, sonst würden energieintensive Industrien Deutschland verlassen. Dem Klima, so Kempf, wäre damit aber nicht geholfen, da die Umweltstandards in anderen Ländern niedriger seien. Wie die Schwierigkeiten beim Ausstieg aus der Braunkohle gemeistert werden können, soll jetzt auch offenbar bei einem Spitzengespräch mit Bundeskanzlerin Merkel Mitte Januar in Berlin besprochen werden.