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Kohle-Deal in Australien: Fridays for Future kritisiert Siemens | BR24

© Silke Diettrich, WDR

Klimaschutz-Aktivisten von "Fridays for Future" haben Siemens aufgefordert, einen Auftrag für eine Kohlemine in Australien abzulehnen. Der indische Konzern Adani will im Osten von Australien eine der größten Kohleminen der Welt bauen.

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Kohle-Deal in Australien: Fridays for Future kritisiert Siemens

Der indische Konzern Adani will im Osten von Australien eine der größten Kohleminen der Welt bauen - unter anderem mit Siemens-Technik. Deshalb ruft die Schülerbewegung "Fridays for Future" nun zu Demos vor Siemens-Büros auf.

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Jahrelang hat der indische Konzern Adani für sein Projekt in Australien gekämpft. Im Juni letzten Jahres bekamt er das "Go" der Australischen Regierung für den Bau der größten Kohlemine des Landes. Von Anfang an war der Plan umstritten. Auch, weil das größte Korallenriff der Welt, das Barrier Reef, dadurch gefährdet sein könnte. Adani plant, die Mine in zwei Jahren in Betrieb zu nehmen und dort dann jahrzehntelang Kohle zu fördern.

Siemens soll Signalanlagen für Gleise liefern

Etliche Unternehmen sollen bereits die Zusammenarbeit mit dem Minenbetreiber Adani ausgeschlossen haben. Aber noch mit dabei: Der Konzern Siemens. Er könnte die Signalanlagen für die Gleise bereitstellen, auf denen die Kohle über 350 Kilometern transportiert werden soll. Von der Mine bis zum Hafen.

Von dort aus soll die Kohle nach Indien transportiert werden, um Strom für rund 100 Millionen Menschen zu produzieren. Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" fordert Siemens dazu auf, den Auftrag des indischen Adani-Konzerns abzulehnen.

Siemens will das Adani-Projekt genau prüfen

Schon im Dezember hatte sich Joe Kaeser auf Twitter zu Wort gemeldet und das Adani-Projekt erwähnt. Er nehme die Sorgen ernst und würde sich die Sache genau anschauen.

Das reicht "Fridays for Future" aber nicht. Die Aktivisten fordern eine Beendigung des Deals. Dies wäre ein kleiner Schritt für den Konzern, aber ein großes Zeichen für Australien und den Rest der Welt, der heute und morgen die Klimakrise zu spüren bekäme, so "Fridays for Future" weiter. Die Bewegung plant am 10. Januar Demonstrationen vor verschiedenen Siemens-Büros in Deutschland.