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Ärzte-Warnstreiks: Gewerkschaft zufrieden mit Beteiligung | BR24

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Ärzte-Warnstreiks: Gewerkschaft zufrieden mit Beteiligung

In ganz Deutschland waren Ärzte an kommunalen Krankenhäusern zum Warnstreik aufgerufen. In Bayern war nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund die Resonanz besonders groß. Jetzt bereitet die Gewerkschaft einen dauerhaften Arbeitskampf vor.

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Rund 5.000 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland sind nach Zählung des Marburger Bundes zu einer zentralen Streik-Kundgebung nach Frankfurt am Main gekommen. "So, wie wir es uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorgestellt haben", kommentierte der bayerische Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Andreas Botzlar, die Beteiligung gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. In Bayern wird ein besonders großer Teil der Krankenhäuser von den Kommunen betrieben. Von den bundesweit rund 55.000 Medizinern an kommunalen Kliniken arbeiten rund 17.000 im Freistaat.

„Es waren von Bamberg, Bayreuth, Ebersberg, Garmisch – aus allen möglichen Ecken Bayerns – Vertreterinnen und Vertreter da.“ Andreas Botzlar, Marburger Bund, Landesvorsitzender Bayern

Arbeitgeber: Patienten haben kaum etwas von Warnstreiks gespürt

Der kommunale Arbeitgeberverband KAV Bayern räumt ein, dass an einer ganzen Reihe von Kliniken Ärzte gefehlt hätten. Es habe aber auch Häuser gegeben, an denen gar nichts zu spüren gewesen sei, sagte die KAV-Bereichsleiterin Eva Peter. Und dort, wo Ärzte gestreikt haben, hätten die Kliniken Vorkehrungen getroffen, damit die Behandlung der Patienten nicht beeinträchtigt werde.

„Dringende und eilige Fälle sind immer behandelt worden.“ Eva Peter, Bereichsleiterin Kommunaler Arbeitgeberverband Bayern
© dpa-Bildfunk/Silas Stein

Warnstreik der Klinikärzte in Frankfurt

Festgefahrener Streit zwischen Marburger Bund und Arbeitgebern

Der Marburger Bund fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld und arbeitnehmerfreundlichere Arbeitszeitregelungen, etwa bei den Bereitschaftsdiensten. Der Arbeitgeberverband ist der Gewerkschaft nach eigener Einschätzung schon weit entgegengekommen. Knackpunkt sei zuletzt vor allem eine Forderung des Marburger Bundes gewesen zur Frage, welche Gewerkschaft für welche Beschäftigten verhandeln kann, heißt es vom KAV.

Vorbereitungen für weitere Streiks

Einen neuen Verhandlungstermin gibt es nicht. Die Ärztegewerkschaft bereitet eine Urabstimmung über einen dauerhaften Streik vor. Ob es so weit komme, liege in der Hand der Arbeitgeber, erklärte der Marburger Bund.