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Klima-und Kältetechnik-Messe startet in Nürnberg virtuell | BR24

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Bildrechte: picture alliance/dpa/Fredrik von Erichsen

Kühlanlage des Darmstädter Rechenzentrums (DARZ). Um die neueste Technik bei Klima- und Kältetechnik geht es bei der "Chillventa" in Nürnberg

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    Klima-und Kältetechnik-Messe startet in Nürnberg virtuell

    In Nürnberg beginnt heute die "Chillventa", die Messe der Klima- und Kältetechnik-Branche, als rein virtuelles Format. Die NürnbergMesse erwartet zu den unterschiedlichen digitalen Angeboten rund 200 Aussteller und etwa 5.000 Teilnehmer.

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    Von
    • Wolfram Weltzer

    Die nach Angaben der Veranstalter weltweit wichtigste Messe der Klima- und Kältetechnik-Branche, die "Chillventa", wird dieses Jahr komplett virtuell abgehalten. Auf dem riesigen Messegelände im Nürnberger Süden werden nur ein paar Mitglieder der Veranstaltungsleitung sitzen. Dienstleister in Köln und Berlin stellen die digitalen Plattformen zur Verfügung, auf denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Videos der Aussteller ansehen oder in Fachforen miteinander diskutieren können.

    Wesentlich weniger Aussteller und Teilnehmer erwartet

    Die NürnbergMesse erwartet bei Onlineforen, Live-Video-Präsentationen und ähnlichen, digitalen Angeboten insgesamt rund 200 Aussteller und etwa 5.000 Teilnehmer. Bei der letzten Präsenzmesse in Nürnberg vor zwei Jahren waren es über 1.000 Aussteller und 35.000 Fachbesucher gewesen.

    Themen: Energieeffizienz und Datensicherheit

    Themen sind in diesem Jahr unter anderem der energieeffiziente Betrieb von Kühlgeräten und Klimaanlagen vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele, aber auch die Datensicherheit. Immer mehr Industrie- und Handwerksbetriebe steuern ihre Anlagen virtuell aus der Ferne.

    Branche rechnet mit Zuwächsen

    Corona macht der Branche weniger zu schaffen als anderen Wirtschaftszweigen. "Wir sind zwar offiziell nicht systemrelevant, in der Praxis aber doch", so ein Sprecher der Messe. Die Branche hat zwar keine genauen Zahlen über Corona-Effekte. Aber obwohl viele Firmen sich bei Investitionen in Kälte- und Klimatechnik vorübergehend zurückgehalten haben, rechnen die meisten Hersteller mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends der vergangenen Jahre. Viele profitieren etwa von der rasanten Zunahme der Rechenzentren, die gekühlt werden müssen und durch Corona noch mehr leisten müssen. Außerdem seien Kühlanlagen für die Lebensmittelversorgung unerlässlich. Und auch viele Medizinprodukte, darunter Impfstoffe, müssten gekühlt werden.

    Mangel an Fachkräften

    Sorgen macht den Betrieben dagegen der Fachkräftemangel. Die Berufe in der Klimatechnik seien zu wenig bekannt, erklärte der Bundesinnungsverband des deutschen Kältebauerhandwerks im Vorfeld der Messe.

    Die "Chillventa" soll 2022 wieder in Nürnberg stattfinden. Die ersten Präsenzmessen in Nürnberg nach dem Ausbruch des Coronavirus sollen Ende des Monats die Verbrauchermesse "Consumenta" und im November die Getränketechnik-Fachmesse "BrauBeviale" sein.

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