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Kennametal in Lichtenau stellt Produktion ein | BR24

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Protest bei Kennametal im August 2019

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    Kennametal in Lichtenau stellt Produktion ein

    Der Kennametal-Standort in Lichtenau wurde geschlossen. Das gab am Dienstag die Unternehmensleitung des Werkzeugherstellers bekannt. Entsprechenden Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sollen Ende dieses Monats zum Abschluss gebracht werden.

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    Wie die Geschäftsleitung von Kennametal in Lichtenau mitteilte, wurde Ende Oktober das Werk im Landkreis Ansbach geschlossen. Am Standort sind rund 130 Mitarbeiter des Werkzeugherstellers beschäftigt. Bereits in der vergangenen Woche wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Angaben der Geschäftsführung informiert.

    Schlechte Wirtschaftslage

    Grund sei die allgemeine Marktlage im Maschinenbau sowie im Energie- und Verkehrssektor. Nach Angaben des Unternehmens wurden daraufhin Umstrukturierungsmaßnahmen nötig. Das Unternehmen verlagert die Produktion von Kennametal- und WIDIA-Markenprodukten aus Lichtenau in andere Kennametal-Werke. 40 ehemalige Lichtenauer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich aller Auszubildenden konnten bereits weiter vermittelt werden. Das Unternehmen werde weiterhin in Deutschland präsent sein, so Christopher Rossi, CEO. Auch geplante Modernisierungsinvestitionen an anderen Standorten des Landes würden durchgeführt werden.

    Der Konzern mit Sitz in Pittsburgh hat laut IG Metall im letzten Jahr Rekord-Ergebnisse eingefahren. Insgesamt sind neben dem Werk in Lichtenau auch Werke in Essen sowie ein Verteilzentrum im saarländischen Neunkirchen bedroht. Die IG Metall spricht von insgesamt 20 Prozent Personalabbau bei den 2.900 Stellen in Deutschland.

    Die Standorte Fürth (270 Mitarbeiter) sowie Mistelgau im Landkreis Bayreuth (320 Mitarbeiter) sollen nicht von den Umstrukturierungsmaßnahmen des Konzerns betroffen sein. Am Standort in Ebermannstadt in der fränkischen Schweiz sollen 40 von insgesamt 500 Arbeitsplätzen in die Oberpfalz verlagert werden.