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Kontoauzüge

Abruf- oder Rahmenkredite gibt es nicht überall. Die Stiftung Warentest hat bei rund 150 Banken und Finanzdienstleister gefragt, nur 25 hatten diese Form von Krediten überhaupt im Angebot. Für Kunden, die immer wieder mal ihr Minus auf dem Konto ausgleichen müssen, ist diese Kreditform allerdings das Mittel der Wahl.

Zehn Prozent Dispozinsen

Während Dispo-Zinsen mit durchschnittlich zehn Prozent zu Buche schlagen, gibt es den Abrufkredit schon für die Hälfte; das beste Angebot lag sogar bei nur etwas über drei Prozent. Und das ohne Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren oder sonstige Provisionen. Nur der Zins wird fällig: Bei 1.000 Euro sind dies zum Beispiel rund 4 Euro pro Monat.

Banken setzen Bonität voraus

Die Einschränkung: Abruf- oder Rahmenkredite gibt es nur für Kunden ohne negativen Schufa-Eintrag, manche Banken akzeptieren darüber hinaus nur Kunden, die einen festen Arbeitsvertrag bzw. ein fixes Einkommen haben, wie Stiftung Warentest herausgefunden hat. Bei der Rückzahlung sind die Banken hingegen meist nicht sonderlich streng, etwa zwei Prozent des Kreditbetrages oder mindestens 50 Euro monatlich reichen aus. Trotzdem warnen die Tester davor, sich mit einem Rahmenkredit auf Dauer zu verschulden, denn geliehenes Geld sei teures Geld.