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Kein Recht auf Hitzefrei für Arbeitnehmer | BR24

© dpa

Turmspringer in Freibad (Symbolbild)

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    Kein Recht auf Hitzefrei für Arbeitnehmer

    Seit Tagen kommen viele Beschäftigte bei Außentemperaturen von über 30 Grad am Arbeitsplatz ins Schwitzen. Das mindert die Arbeitsleistung und kann die Gesundheit gefährden. Der Arbeitgeber muss da unter Umständen gegensteuern. Von Birgit Harprath

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    Ins Freibad oder den schattigen Biergarten: bei Außentemperaturen von über 30 Grad wünschen sich das viele Beschäftigte. Stattdessen müssen sie im Büro oder der Werkshalle schwitzen.

    Kein Recht auf Hitzefrei

    Früher Feierabend, weil das Thermometer über 30 Grad anzeigt: das kann der Arbeitgeber gewähren, muss er aber nicht. Ein Recht darauf hat kein Beschäftigter. Wer ohne Erlaubnis geht, riskiert eine Abmahnung. Aber der Chef sollte verhindern, dass der Arbeitsraum zur Sauna wird – nachzulesen in der Arbeitsstättenregelung.

    Schmerzgrenze bei 35 Grad

    Eine Raumtemperatur bis zu 26 Grad gilt als erträglich. Zeigt das Thermometer mehr an, sollte der Arbeitgeber schauen, ob die Gesundheit bei einzelnen Mitarbeitern durch die Hitze gefährdet ist. Ab 30 Grad muss er gegensteuern: zum Beispiel durch Sonnenschilde an den Fenstern, Getränke oder öfter mal einer Pause. Eine Anzug- und Krawattenpflicht sollte gelockert werden. Auch die Gleitzeit kann genutzt werden, also die Arbeitszeit in die Morgen- oder Abendstunden verlegen, wenn es kühler ist. Ab einer Innentemperatur von über 35 Grad ist der Raum zum Arbeiten nicht mehr geeignet. Dann darf der Beschäftigte die Arbeit dort verweigern. Er hat ein Recht auf längere Abkühlpausen oder einen anderen Raum.

    Einsatz im Freien

    Bauarbeiter, Müllmänner oder Fensterputzer zum Beispiel können sich schlecht auf die Raumtemperatur berufen. Aber auch für sie gibt es Regelungen bei Hitze. Sie müssen am Einsatzort vor allem vor der Sonne geschützt werden, durch Schirme zum Beispiel, eine Kappe, eine entsprechende Creme und genügend Trinkwasser.